„Plötzlich war ich Katzenmutter”: Ann-Christin Heck rettet Samtpfote

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Nahm das kleine Katzenbaby bei sich auf: Ann-Christin Heck hat Lucy ein neues liebevolle Zuhause gegeben. Fotos: Schaumlöffel

Malsfeld. Sie ist jung und süß, musste aber schon viel Leid ertragen. Doch jetzt kann Baby-Samtpfote Lucy wieder glücklich schnurren.

Malsfeld. Sie ist jung und süß, musste aber schon viel Leid ertragen: Schnurrend liegt Baby-Samtpfote Lucy in den Armen von Ann-Christin Heck. Ohne das beherzte Eingreifen der 21-jährigen Beiseförtherin hätte das niedliche Kätzchen wahrscheinlich nicht überlebt.

Als die Tierfreundin vor kurzem auf der Landstraße von Melsungen nach Malsfeld fährt, sah sie hinter der Ortsausfahrt bei Obermelsungen ein kleines Kätzchen am Straßengraben kauern – und das noch etwas im Straßengraben laiegt. "Ich hielt am nächsten Feldweg sofort an, um nachzuschauen, was da war. Als ich zum Graben kam, sah ich, dass dort eine überfahrene Katze lag. Und ihr Baby direkt dabei saß. Sie trauerte um ihre Mutter”, erzählt sie."Erst dachte ich, sie würde allein nach Hause finden , deshalb stieg ich wieder ins Auto und fuhr nach Hause." Weil der Tierliebhaberin die ganze Sache aber keine Ruhe ließ, fuhr sie nach 15 Minuten wieder zurück an die Stelle. "Das Katzenbaby kauerte dort noch immer. Ich konnte es nicht übers Herz bringen, sie dort sitzen zu lassen. Also nahm ich sie mit nach Hause." Dort bot Heck ihr Katzenmilch, Wasser und Katzenfutter an.

"Das rührte sie aber erst am nächsten Morgen an. Als ich sie hab fressen sehen, war es auch eine Erleichterung für mich." Um festzustellen, ob die Katze nicht doch einen Besitzer hat und vielleicht schon gechipt ist, ging sie mit Lucy, wie Ann-Christin das Kätzchen taufte, zum Tierarzt. Der konnte jedoch keinen Chip finden, impfte und entwurmte das Tier aber erstmal. Das Alter der Katze schätzte er auf rund fünf Wochen.Für Ann-Christin war klar: "Ich behalte die Katze und ziehe sie auf". Ihre Oma, bei der sie wohnt, war davon zwar anfangs nicht so begeistert, doch mittlerweile möchte sie das Tier auch nicht mehr missen. "Ich betrachte es als Wink des Schicksals. Meine Oma hatte früher schon immer Katzen. Ein Freigänger kam eines Tages nicht mehr zurück. Nun haben wir eine neue”, freut sich die Katzenfreundin. Und tierische Geschwister hat Lucy auch: Denn Ann-Christin kümmert sich auch noch liebevoll um ihre beiden Pferde.

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