Polizei allein zu Haus?

Von PHILIPP LINGSchwalm-Eder. Die Gerchtekche brodelt in Nordhessen. Von weit reichenden Organisationsvernderungen bei der Pol

Von PHILIPP LING

Schwalm-Eder. Die Gerchtekche brodelt in Nordhessen. Von weit reichenden Organisationsvernderungen bei der Polizei ist die Rede, konkret wird die Zusammenlegung der Nacht- und Wochenenddienste der Polizeistationen Fritzlar und Bad Wildungen genannt. Die Folge: dann stnden zu diesen Zeiten gerade einmal zwei Einsatzwagen zur Verfgung in einem Gebiet von Naumburg bis zum sdlichen Kellerwald, vom Edersee bis Fritzlar.

Anfrage an die Regierung

Bislang handelt es sich dabei zwar lediglich um Gerchte, doch wo Rauch ist, da ist auch Feuer, vermutet die FDP Nordhessen und verlangt Aufklrung: Gerade in einer Region, die sich mit der demografischen Entwicklung auseinander zu setzen hat, sind diese Meldungen fr die Brger doch sehr beunruhigend, betont der Landtagsabgeordnete Dieter Posch aus Melsungen aus, und sein Kollege Heinrich Heidel aus Vhl ergnzt: In einem solchen mglichen Fall hat die Bevlkerung das Recht, frhzeitig in die Planung mit eingebunden zu werden.Gemeinsam mit dem Gieener Abgeordneten Wolfgang Greilich und dem Fraktionsvorsitzenden Jrg Uwe Hahn stellten sie daher eine Kleine Anfrage an die Landesregierung bisher jedoch ohne Antwort zu erhalten.Polizei wei von nichts

Beim Polizeiprsidium Nordhessen in Kassel wei man allerdings von derartigen Plnen nichts. Als ausgemachten Unsinn bezeichnet Pressesprecher Wolfgang Jungnitsch die Gerchte. Da Fritzlar und Bad Wildungen zu unterschiedlichen Polizeidirektionen gehrten, wrden die angegebenen Umstrukturerungen eine Umorganisation des gesamten Prsidiums Nordhessen erforderlich machen. Beruhigend fgt er hinzu: Wir wissen, dass eine derart groe Flche eine entsprechende Abdeckung mit Revieren erfordert. Auch das hessische Innenministerium dementiert die Gerchte entschieden. Die Polizei plant nichts dergleichen, so der Sprecher des Ministeriums Thorsten Neels.Das wre sehr schn, wenn an diesen Gerchten tatschlich nichts dran wre entgegnet Reinhard C. Schulz von der FDP auf das Dementi. Die Kritik an der Informationspolitik bleibt allerdings weiterhin bestehen. Denn eine ffentliche Stellungnahme zum Sachverhalt steht aus Sicht der FDP nach wie vor aus.

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