Positive Signale vom Arbeitsmarkt

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Schwalm-Eder / Frankenberg. Arbeitslosenquote rutscht auf 5,4 Prozent. Jugendliche profitieren besonders.

Schwalm-Eder / Frankenberg. Von einer echten Frühjahrsbelebung kann zwar noch keine Rede sein, doch positive Signale sendet der heimische Arbeitsmarkt im März allemal. So rutschte die Arbeitslosenquote auf 5,4 Prozent und liegt damit seit Monaten erstmals deutlich unter dem identischen Vormonats- und Vorjahreswert von 5,6 Prozent. Aktuell sind 9800 Menschen ohne Beschäftigung in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder, 261 weniger als im Februar und 302 weniger als im März 2013.

Alle Personengruppen konnten binnen Monatsfrist von der Erholung profitieren, an erster Stelle Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren mit einem Minus von 7,1 Prozent, gefolgt von Män-nern mit 3,9 Prozent Reduzierung. Etwas stärker als saisonüblich ging zudem im Vergleich zum Feb-ruar die Anzahl der älteren Arbeitslosen um 2,7 Prozent zurück.

Ähnlich präsentiert sich auch der Jahresvergleich, bei dem wiederum die Jüngeren mit 15,9 Prozent weniger Jobsuchenden den besten Wert liefern. Ältere verbuchen dagegen ein leichtes Plus von 0,8 Prozent, Ausländer sogar einen deutlichen Anstieg um 14,7 Prozent.

Die momentane Entspannung beruht ausschließlich auf einem Rückgang der Leistungsempfänger im Rechtskreis SGB III um 7,4 Prozent zum Vormonat und um 8,4 Prozent zum Vorjahresmonat. SGB II hat dagegen eine leichte Zunahme um 1,3 bzw. 1,4 Prozent zu registrieren.

Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt deutlich

In beiden Rechtskreisen ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, nämlich um 6,9 Prozent in SGB III und um 8,0 Prozent in SGB II. Aktuell zeigen sich da-gegen nur leichte Schwankungen, die sich in Rückgängen in SGB III und Zugängen in SGB II wider-spiegeln.

Nach wie vor auf hohem Niveau und fast unverändert zum Vormonat zeigt sich der Stellenbestand mit aktuell 1586 Jobofferten und damit dem höchsten Märzwert seit 1998. Der Zugang an Beschäfti-gungsangeboten ist innerhalb des saisonüblichen Spielraums zwar etwas zurückgegangen auf jetzt 652 Arbeitsmöglichkeiten. Dennoch wurden seit Jahresbeginn – entgegen dem Trend im Bundesland – mehr Stellen als im gleichen Zeitraum von 2013 gemeldet.

Weniger Arbeitslose binnen Monats- und Jahresfrist können diesmal beide Landkreise melden. Um 1 bis 2 Punkte gingen die Arbeitslosenquoten zurück auf jetzt 5,3 Prozent in Waldeck-Frankenberg und 5,6 Prozent in Schwalm-Eder. Unter den Geschäftsstellen sticht im Jahresvergleich Frankenberg mit einem Minus von 13,4 Prozent besonders hervor, aber auch Schwalmstadt kann einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosen um 7,2 Prozent verbuchen. "Die saisonübliche Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist keine Überraschung, zumal der milde Winter eine etwas frühere Entspannung erwarten ließ", resümierte Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. "Dennoch ist jeder einzelne Jobsuchende einer zu viel", betonte der Agenturchef und setzte hinzu: "Vor allem der Blick auf den hohen Stellenbestand verdeutlicht: Wir haben ein Problem zwischen Angebot und Nachfrage. Genau hier müssen wir in enger Kooperation mit Arbeitsuchenden und Arbeitgebern ansetzen, um Kompetenzen und Anforderungen kompatibel zu machen."

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