Protest gegen Hessens größten Hähnchen-Schlachthof

: Rund 500 Menschen demonstrierten gegen Massentierhaltung. Fotos: Hilbert
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: Rund 500 Menschen demonstrierten gegen Massentierhaltung. Fotos: Hilbert

Gudensberg. Mit Trommeln, Trillerpfeifen und Transparenten gingen 500 Menschen gegen Massentierhaltung auf die Straße

Gudensberg. Mit Trommeln, Trillerpfeifen und Transparenten sind am Wochenende in Gudensberg rund 500 Menschen gegen Massentierhaltung auf die Straße gegangen. Unter dem Motto "Wir wollen keine Tierfabriken, weil wir in die Zukunft blicken", wollten sie verhindern, dass Hessens größte Hähnchen-Schlachterei weiter

expandiert. Viele Demonstranten trugen Plakate und einige marschierten sogar mit Tierkostümen oder Schweinemasken durch die Schlossbergstadt. Andreas Grede von der Bürgerinitiative "Chattengau gegen Massentierhaltung" warnte bei der anschließenden Kundgebung vor den Folgen für Mensch, Tier und Natur. Er verwies außerdem auf den übermäßigen Einsatz von Antibiotika und die unwürdigen Lebensbedingungen in den Mastbetrieben. Dabei machten die Organisatoren auch deutlich, dass sich die Proteste nicht gegen die bäuerliche Landwirtschaft richten, denn diese sei, so Grede, "die einzige Chance gegen die Großkonzerne der Agrarindustrie"

Stein des Anstoßes

Stein des Anstoßes war Hessens größter Hähnchen-Schlachthof, der für sein Gelände in Gudensberg einen neuen Bebauungsplan erwirkt hatte. Derzeit werden dort pro Tag etwa 90.000 Tiere getötet. Die Gegner befürchten, dass die Schlachtzahl auf 180.000 verdoppelt werden soll und sich als Folge zusätzliche Mastbetriebe im Chattengau ansiedeln. Zudem protestierten die Demonstranten auch gegen mehr Gestank, Wasserverunreinigungen durch die Ausscheidungen der Hühner und Krankheitskeime.

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