,Pseudopatriotischer Rohrkrepierer’: Juso-Bezirkschef Pascal Barthel kritisiert JU-Forderung

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Melsungen. Die nordhessischen Jusos kritisieren die Forderung der Jungen Union Melsungen und Malsfeld, eine Deutschlandfahne und ein Bild vom Bundespr

Melsungen. Die nordhessischen Jusos kritisieren die Forderung der Jungen Union Melsungen und Malsfeld, eine Deutschlandfahne und ein Bild vom Bundespräsidenten in Kindergärten oder anderen sozialen und öffentlichen  Einrichtungen aufzuhängen, um so einen "gesunden Patriotismus" zu fördern, als "pseudopatriotischen Rohrkrepierer", so der nordhessische Juso-Bezirksvorsitzende Pascal Barthel.

"Es ist mehr als befremdlich, wenn die CDU-Jugend von "gesundem Patriotismus" spricht und diesen in Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen mit der Deutschlandfahne vorantreiben will. Sollen dann etwa in Zukunft auch noch die Kindergartenkinder zum Fahnenappell antreten, strammstehen und gemeinsam die Nationalhymne singen? Ist das das Integrationskonzept der Jungen Union?" führte Pascal Barthel weiter aus.

Integrationspolitik kann nach Ansicht der Jusos nur gelingen, wenn alle Menschen die gleiche Chance haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und dazu gehört weit mehr, als eine Fahne und ein Bild im Kindergarten aufzuhängen.

Dazu gehören kostenlose Kindergartenplätze für alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr, eine bessere finanzielle Ausstattung aller Bildungseinrichtungen, der Abbau von Bildungshürden durch die Einführung von durchlässigen Schulen, individuelle Förderung eines jeden Kindes, kostenlose Mittagessen in Schulen und Kitas, die Erstattung der Fahrtkosten bis zum Abitur, gebührenfreie Hochschulen, Sprach- und Integrationskurse und eine Kultur des Willkommens. Dafür sollte sich die Junge Union bei ihrem Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder einsetzen, statt Populismus pur zu betreiben.

"Menschen gewinnt man nicht durch Fahnen, Bilder und verordneten Patriotismus, sondern dadurch, dass man ihnen hilft, ein besseres Leben ohne finanzielle Sorgen führen zu können", sagte Pascal Barthel.

Darum sollte sich die Junge Union kümmern, gerade in Zeiten der Finanz- und Bankenkrisen, statt sich mit ihren pseudopatriotischen Forderungen in die "rechte Ecke" zu stellen, wie der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Lanzenberger, es so treffend beschrieb.

Die nordhessischen Jungsozialisten hoffen daher, dass dieser misslungene Vorschlag zur Integrationspolitik schnellst möglich von der JU zurück genommen wird.

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