Ein Quantum Trost

Von ANDREAS BERNHARDMelsungen. Es war ein schreckliches politisches Jahr. So die bittere Erkenntnis von SPD-Landtagskandidat Gnter

Von ANDREAS BERNHARD

Melsungen. Es war ein schreckliches politisches Jahr. So die bittere Erkenntnis von SPD-Landtagskandidat Gnter Rudolph auf dem Neujahrsempfang seiner Partei in Melsungen. Selbstkritisch deshalb auch die Bilanz: Wir haben nicht alles richtig gemacht, rumte der Beinahe-Minister im Kabinett Ypsilanti mit Blick auf die vergangenen Monate ein. Die Folge: Nach den Umfragen knnten wir einpacken.

Stellen das Jammern ein

Und doch, so Rudolph kmpferisch, wir stellen das Jammern jetzt ein, denn er habe den Eindruck, dass die schlechten Umfrageergebnisse nicht die wirkliche Stimmung wiederspiegelten.

Als Ehrengast hatten die Melsunger Sozialdemokraten Brandenburgs Ministerprsidenten Matthias Platzeck eingeladen. Der, so verriet Stadtverbandvorsitzende Volker Wagner, sei ein Nordhessen-Fan. Warum? Dass solle er aber selber sagen.

Diese Antwort blieb Platzeck zunchst schuldig. Stattdessen war zu spren: DerMann ist gekommen, um Mut zu machen. Ihr seid schon etwas masochistisch, rief er den zahlreichen Genossen in der Stadthalle zu die im Winterwahlkampf bibbern und erntete dafr den ersten Lacher. Politik hat mit Vertrauen zu tun, betonte er jedoch auch, weshalb es besser gewesen sei beim Versprechen zu bleiben nicht mit den Linken zu paktieren. Dafr gab es heftigen Applaus.

Gier der Bnker

Wie abgesprochen, ging der ehemalige SPD-Vorsitzende dann auf die Wirtschaftskrise und das gerade beschlossene Konjunkturpaket II ein. Wir mssen das Pendel in der Mitte halten, postulierte Platzeck. Aus seiner DDR-Zeit habe er eine abgeschlossene Ausbildung in Marxismus-Leninismus. Er wisse deshalb, wenn es keine Anreize gebe mehr zu verdienen, wrden sich die Menschen in die Hngematte legen. Andererseits verurteilte er aber auch die Gier der Bnker. Die jedoch, so betonte er auch, sei doch getragen gewesen von der Gier der Anleger. Das Kunkunkturprogramm werde seine Wirkung entfalten, zeigte sich Platzeck zuversichtlich, auch wenn er zugab: Wir wissen manches einfach nicht.

Am Ende viel Platzeck dann noch ein warum er Nordhessen-Fan sei. Eine Ahle Worscht in der Hand, die ihm Brgermeister Dieter Runzheimer berreicht hatte, flachste er: Wer will schon ein Frankfurter Wrstchen, die schlappen Dinger.

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