Ein Rotkäppchen namens FDP

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Homberg. Generalsekretärin Nicola Beer war Ehrengast beim Neujahrsempfang der Homberger FDP.

Homberg. Viele Kommunalpolitiker, landespolitischer Prominenz, den Stadtverordnetenvorsteher Heinz Marx sowie die Vorsitzenden der örtlichen Parteien und Vereine konnte der Homberger FDP-Vorsitzende Manfred Ripke zum traditionellen Neujahrsempfang des FDP-Stadtverbandes begrüßen. Als Ehrengast war die neue Generalsekretärin Nicola Beer geladen.

Beer betonte in ihrer Neujahrsansprache liberale Werte und ging dabei stichwortartig auf das Grundsatzprogramm die Freiburger Thesen ein. Es sei zu beobachten, so die Generalsekretärin, dass sämtliche im Bundestag vertretene Parteien die liberalen Wähler umwerben. Als einzige Ausnahme nannte sie die Linke. Dies verglich sie mit dem Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Dabei habe Grimms Märchen allerdings gezeigt, dass das Rotkäppchen überlebt habe.

Im Hinblick auf die im Mai stattfindenden Europawahlen kritisierte Beer, dass sich die Europäische Kommission zunehmend in den Alltag der Bürger drängen würde. Es ginge nicht an, so die FDP-Politikerin, dass über Glühlampen, Gurken und Hühnerei von oben herab alles geregelt werde, aber die dringendsten Fragen wie zum Beispiel Jugendarbeitslosigkeit oder Bankenregulierung immer noch auf sich warten ließen.

Heftig griff Nicola Beer die jetzige Bundesregierung im Hinblick auf die Vorratsdatenspeicherung an. Die bisherige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger habe es verstanden, die Bürger weitestgehend vor Ausspähung zu schützen. Wenn nun die neue Bundesregierung der Vorratsdatenspeicherung wider das Wort rede, würden liberale Grundsätze und die Grundrechte in Gefahr geraten. Hier gelte es, wachsam zu bleiben, betonte sie in ihrem Fazit.

Für den Kreisverband wünschte der Kreisvorsitzende Nils Weigand den erschienenen Gästen ein glückliches neues Jahr und dankte auch der Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Wiebke Reich, für ihren kommunalpolitischen Einsatz. Vielfach müsse die FDP im Kreistag feststellen, dass sie auf weiter Flur gegen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen ankämpfen müsse, die zur Staatshörigkeit neigten, kritisierte Weigand.

Der ehemalige Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch verwies darauf, dass es gelungen sei, den Weiterbau der A 49 über Neuental-Bischhausen hinaus gerichtsfest zu machen und dass die Baumaßnahmen, gerade auch durch den Tunnelbau am Hirschberg, unumkehrbar seien.

Zum Schluss dankte Manfred Ripke Heinz Engelhardt für seit 50 Jahren kommunalpolitisches Engagement auf Kreisebene und in der Stadt Homberg. Engelhardt der vor wenigen Wochen 75 Jahre geworden ist, ist seit seinem 25. Lebensjahr politisch aktiv und gehört zu den Mitbegründern des Homberger FDP-Neujahrsempfangs. Diese Tradition, so Manfred Ripke, werde immer mit ihm verbunden bleiben. (spf)

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