Aus Ruine wird Kleinod

Von ANDREAS BERNHARDSpangenberg. Gefhle spielten eine groe Rolle bei der feierlichen Erffnung der Altstadtresidenz in Spangenberg.

Von ANDREAS BERNHARD

Spangenberg. Gefhle spielten eine groe Rolle bei der feierlichen Erffnung der Altstadtresidenz in Spangenberg. Nach drei Jahren aufwendiger Restaurierung erstrahlt das ehemalige Kaufmanns-Palais in der Rathausstrae jetzt in neuem, alten Glanz. Zahlreiche Gste hatten sich am Freitagabend aus diesem Anlass eingefunden. Fast andchtig ging ihr Blick durch die Rume.

Ergreifender Moment

Platz fanden sie im Ballsaal, der in seiner wiedererstandenen Pracht zuknftig die reprsentative Gute Stube der Stadt und Veranstaltungsort sein wird. Darunter ziehen MIT und Teile der Stadtverwaltung ein, darber sind acht seniorengerechte Wohnungen der AWO entstanden.

Fr die Hauptverantwortlichen, Brgermeister Peter Tigges, den Denkmalpfleger Dr. Peer Zietz und Architekt Thomas Wunderlich, war es ein sichtlich ergreifender Moment. Alle drei beschworen in ihren Reden noch einmal das Auf und Ab whrend des Mammutprojektes herauf. Deutlich wurde: Jedem von ihnen ist mit der Fertigstellung eine schwere Last von der Schulter genommen, aber in jedem pocht auch die Gewissheit etwas Besonderes vollbracht zu haben.

Viel Fachwerk, wenig Geld

Viel Fachwerk, wenig Geld. Mit diesem einfachen Satz fasste Vizelandrat Winfried Becker treffend die Ausgangslage der Stadt zu Beginn der Arbeiten zusammen. EU, Bund und Land stellten Mittel fr die Restaurierung. Doch auch das reichte nicht, berichtete Peter Tigges. Nur mit Hilfe des Nachlasses eines ehemaligen Spangenbergers und durch eine grozgige Spende des Ehrenbrgers und Industriellen Willi Kullmann konnten viele historische Details und Teile der Ausstattung wieder hergestellt werden. An sie ging daher der besondere Dank des Brgermeisters.

Architekt Thomas Wunderlich gestand: Wir wussten am Anfang nicht wo die Reise hingeht. So barg das Gebude immer wieder berraschungen. Positive, wenn wieder einmal historische Preziosen zutage kamen, aber auch negative, wie den Hausschwamm im Geblk. Doch es hat sich gelohnt durchzuhalten, denn das Gebude zhlt, laut Oberkonservator Dr. Peer Zietz, zu den historisch wertvollsten in ganz Hessen. Der fhlte sich denn auch an diesem Abend auf Wolke 7 und schwrmte euphorisch von der hinreienden Wirkung der Rume. Ein Traum fr jeden Denkmalpfleger sei das Gebude, so betonte er, was ihn im Nachhinein so manche Krisensitzung vergessen lies. Fast schon wehmtig klang da die Einsicht des 51-Jhrigen, dass es etwas vergleichbares in meiner Karriere wohl nicht mehr geben wird.

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