Sagen Sie mal, Herr Olbrich

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Neukirchen. Ein Gespräch mit Neukirchens Bürgermeister: Klemens Olbrich über Herausforderungen, Konkurrenz und seine Lieblingsstadt im Knüll.

Neukirchen. Klemens Olbrich, alter und neuer Bürgermeister Neukirchens, wird am morgigen Donnerstag, 4. September, in seine fünfte Amtszeit eingeführt. Noch vor Ablegen des Amtseids stand Olbrich dem Schwälmer Boten Rede und Antwort.Ein Interview von Redaktionsvolontär Michael Seeger:

Schwälmer Bote: Herr Olbrich, 25 Jahre im Amt des Bürgermeisters – das ist eine lange Zeit. Die Neukirchener Bürger scheinen Ihnen zu vertrauen. Woran liegt das?Olbrich: Diese Fragen müssen die Bürgerinnen und Bürger beantworten. Ich kann ihnen keine Meinung überstülpen.

SWB: Bereits im Mai wurden Sie mit 69 Prozent aller abgegeben Stimmen wiedergewählt – zum Vergleich: Im Jahr 2008 waren es 71,2 Prozent. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?Olbrich: Sehr. Die Mehrheit aller abgegebenen Stimmen zu erhalten ist von Wahl zu Wahl mein erklärtes Ziel.

SWB: Schon zum zweiten Mal sind Sie konkurrenzlos zur Wahl angetreten. Hätten Sie lieber einen oder mehrere Herausforderer gehabt?Olbrich: Ich nehme es, wie es kommt. Zweimal hatte ich Mitbewerber, zweimal war ich alleiniger Bewerber.

SWB: Was glauben Sie, warum die übrigen Fraktionen erst gar keinen Konkurrenten ins Rennen geschickt haben?Olbrich: Das ist von den Parteien in Neukirchen zu beantworten. Ich möchte hierüber nicht spekulieren.

SWB: Lassen Sie ihre vier abgelaufenen Amtszeiten Revue passieren – welche war die größte Herausforderung?Olbrich: Die Bürger in Entscheidungsprozesse und die Menschen in die Stadtgemeinschaft zu integrieren. Aber auch der Haushaltsausgleich generell oder der Bürgerentscheid über eine Marktansiedlung im Jahr 1995. Generell die Verbesserung der Infrastruktur, wie etwa das Schaffen von Kidnergarten- und Bauplätzen.

SWB: Welche könnte Ihre größte Herausforderung innerhalb der kommenden sechs Jahre werden?Olbrich: Der demografische Wandel.

SWB: Am Ende werden Sie 30 Jahre lang Stadtchef des Kneippheilbads gewesen sein – was ist das für ein Gefühl?Olbrich: Dankbarkeit darüber, dass mir die Menschen meiner Stadt mehrheitlich ihr Vertrauen schenken.

SWB: Angenommen, Sie wären nicht Bürgermeister Neukirchens: Im Rathaussessel welcher Stadt oder Gemeinde innerhalb der Schwalm würden Sie dann am liebsten sitzen?Olbrich: Natürlich sitze ich am liebsten in Neukirchen. Und zwar weil die Leute hier freundlich, offen, hilfsbereit und zugänglich sind. Sie haben mir den Weg für mein Leben in Neukirchen geebnet.

SWB: Üben Sie aktuell Ihren Traumberuf aus?Olbrich: Ja natürlich! Er ist vielseitig und verantwortungsvoll. Die Entscheidungen, die man trifft, sind unmittelbar erfahrbar. Außerdem hat man direkten Kontakt zu Menschen.

SWB: Zu guter Letzt: Welche Attribute muss ein guter Bürgermeister in Ihren Augen erfüllen?Olbrich: Er muss mit Herz und Verstand ausgestattet, ausgleichend und den Menschen zugetan sein. Er muss Komprommisse suchen, offen, ehrlich und kompetent sein. Zudem muss er Geduld lernen und jeden einzelnen Menschen ernst nehmen.

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