Sie schenken Senioren ihre Zeit

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Fritzlar. Erste Ehrenamtliche für Besuchsdienst im Fritzlarer Wohnstift Nordfeld gefunden

Fritzlar. Vor zwei Monaten haben die Malteser Nordhessen ihren neu gegründeten Besuchs- und Begleitungsdienst vorgestellt (wir berichteten). Seitdem ist viel passiert. Der Aufruf des Schirmherrn, Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat, hat guten Anklang gefunden und die ersten ehrenamtlichen Helfer haben ihre Ausbildung begonnen. Im Zuge dessen haben der Wohnstift Nordfeld und die Malteser Nordhessen am vergangenen Donnerstag zu einem ersten Kennenlern-Treffen zwischen ehrenamtlichen Helfern und interessierten Senioren eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen entwickelten sich die ersten Gespräche.

Nächstenliebe

Eine der frischgebackenen Malteser Ehrenamtlerinnen ist Andrea Geisel. Die gelernte Krankenschwester aus Züschen freut sich auf die zukünftigen Stunden zu zweit: "Dem Nächsten Zeit zu schenken und für einander da zu sein – das ist für mich ein wichtiger Bestandteil der christlichen Nächstenliebe!" Die eigenen Eltern kommen hervorragend im Alltag zurecht, die zwei Kinder sind erwachsen. So bleibt der 52-Jährigen Zeit für ehrenamtliches Engagement. "Die Malteser kannte ich bisher nur vom Sehen; jetzt freue ich mich, als ehrenamtliche Helferin dabei zu sein!"

Herausforderung

Auch Marlies Kukuck freut sich auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim Besuchs- und Begleitungsdienst. Die gebürtige Aachenerin erzählt: "Ich bin gelernte Altenpflegerin. Nach Erreichen meines Rentenalters im letzten Jahr habe ich mich dazu entschlossen, ein Ehrenamt aufzunehmen. Ich hatte Lust auf die nächste erfüllende Herausforderung. Denn es macht mir Freude, meine Zeit und meine Lebenslust mit Senioren zu teilen und ihnen so den Tag zu verschönern." Christa Fuhrmann-Hargreaves Mutter wurde zwei Jahre lang in einer Senioreneinrichtung betreut. Sie sagt: "Meine Mutter habe ich regelmäßig besucht. Seit sie nicht mehr da ist, fehlen mir diese Besuche einfach. Jetzt kann ich anderen Senioren eine Freude machen und meine Zeit mit ihnen teilen." Mit der Malteser Helfergrundausbildung beginnen die ehrenamtlichen Helfer ihre Ausbildung, weitere vertiefende Seminare folgen.

Engagement

Doris Reinhardt, Referentin für den Besuchs- und Begleitungsdienst der Malteser, lobte das Engagement der ehrenamtlichen Helfer: "Unser Ziel ist es, dass sich mit der Zeit beständige und verlässliche Kontakte zwischen Senioren und Ehrenamtlern bilden. Zukünftig füreinander da zu sein, das ist der Zweck unseres Dienstes. Und es wäre toll, wenn zukünftig noch weitere freiwillige Helfer unser Team verstärken würden."

Miriam Wrzol, verantwortliche Ansprechpartnerin des Wohnstifts Nordfeld, ergänzte: "Wir freuen uns sehr, dass es jetzt losgeht und bedanken uns bei allen Beteiligten, die dieses Projekt ermöglichen."

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