Scherben pflastern seinen Weg

Von ANDREAS BERNHARDFelsberg. Pfffft – ein Geräusch, das Per Waerdal aus Felsberg inzwischen zur Genüge kennt. Schon fünf Mal seit September muss

Von ANDREAS BERNHARD

Felsberg. Pfffft – ein Geräusch, das Per Waerdal aus Felsberg inzwischen zur Genüge kennt. Schon fünf Mal seit September musste der Rollstuhlfahrer an seinem "Scooter" einen Reifen wechseln lassen. Grund für die Plattfüße an seinem batteriebetriebenen Rollstuhlwaren jeweils Glasscherben, die sich im Umfeld seines Hauses in der Ostpreußenstraße reichlich finden. entlang zum Supermarkt, kaufen sich was zu trinken und werfen die Flaschen dann achtlos weg"

Fünf Tage ans Haus gebunden

Ein echtes Ärgernis für den 41-Jährigen, der seit einem Unfall vor fünf Jahren nicht mehr laufen kann. "Ich muss einen neuen Reifen beim Hersteller in Fulda bestellen", erklärt er, "die Lieferung dauert etwa fünf Tage". Zeit in der Per Waerdal nicht aus seiner kleinen Wohnung kommt und andere Menschen um Hilfe bitten muss. Insbesondere wenn es darum geht seinen Hund auszuführen.

Als Verursacher der Scherben vermutet der Felsberger die Schüler der nahen Drei-Burgen-Schule: "Die laufen hier entlang zum Supermarkt, kaufen sich etwas zu Trinken und werfen die leeren Flaschen dann achtlos weg", so seine

Beobachtung. Und tatsächlich findet sich entlang der Straße "Hinter der Landwehr" jede Menge Müll, darunter auch zahlreiche Flaschen.

Keine Dauerlösung

"Ich habe deswegen schon mehrmals mit dem Ordnungsamt telefoniert", berichtet Waerdal. Man habe ihn schließlich an den Bauhof verwiesen. Nach einem Anruf dort sei ein Mitarbeiter des Bauhofs gekommen und habe den Müll beiseite geschoben, so Waerdal. Doch dies ist keine Dauerlösung.

Sein daraufhin erfolgter Vorschlag, einen Mülleimer an der Straße aufzustellen, sei vom Ordnungsamt mit den Worten "wir haben dafür kein Geld" abgelehnt worden. Inzwischen ist Waerdal der Meinung "Bei der Stadt interessiert das keinen."

Von unserer Zeitung auf die Situation angesprochen betont Martina Schmidt, Leiterin des Ordnungsamtes: "Für die Reinigung der Straße sind grundsätzlich die Anwohner zuständig." Trotzdem werde bei entsprechender Information der Bauhof eingeschaltet. Die Aussage, ein Mülleimer sei zu teuer, stamme nicht von ihr. Im Gegenteil. "So ein Mülleimer kostet nicht die Welt", sagt Schmidt, die verspricht: "Ich werde mir die Sache in den nächsten Tagen persönlich anschauen."

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