Schlagabtausch - CDU bemängelt fehlende Betreuungsplätze

Gilserberg. Die Kommunalwahl am 27. März rückt immer näher. Der Ton zwischen den Parteien im Schwalm-Eder-Kreis wird zunehmend rauer. Auch Gilserbe

Gilserberg. Die Kommunalwahl am 27. März rückt immer näher. Der Ton zwischen den Parteien im Schwalm-Eder-Kreis wird zunehmend rauer. Auch Gilserbergs Bürgermeister Lothar Vestweber spürt die Einschläge immer näher kommen. Die CDU wirft die Frage "Wann endlich handelt die SPD?" in den Raum und wirft Vestweber aktuell vor, zu wenig für die Kinderbetreuung der unter Dreijährigen (U3) zu tun.

Opposition spricht sich für Neubau aus

"Vestweber weist zwar immer wieder gern auf das Bevölkerungswachstum im Gilserberger Hochland hin, Maßnahmen zur Schaffung von U3-Betreuungsplätzen sind aber dennoch  nicht verabschiedet worden. Noch nichteinmal tragende Konzepte wurden bisland erarbeitet", bemängelt CDU Fraktionsvorsitzender Michael Stuhlmann in einer Pressemitteilung. Nach Auffassung der Opposition sei es wirtschaftlich die einzig richtige Entscheidung, einen neuen Raum für die Betreuung zu bauen. Die finanziellen Voraussetzungen seien dank Förderangeboten für Neuinvestitionen der Hessischen Landesregierung äußerst attraktiv. Stuhlmann: "Besonders vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde bis zum Jahr 2013 für alle unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz anbieten, muss jetzt gehandelt werden."Die CDU in Gilserberg werde alles daran setzen, die hohen Förderungen in Anspruch zu nehmen, um so schnellstmöglich den gesetzlichen Vorgaben und den Bedürfnissen junger Eltern gerecht zu werden.

"Nicht mehr als ein Schaufensterantrag", Lothar Vestweber, Bürgermeister

Mit Verwunderung reagiert Bürgermeister Lothar Vestweber auf die Vorwürfe: "Bereits jetzt werden fünf Kinder unter drei Jahren im gemeindeeigenen Kindergarten betreut." Die weitere Planung und der Ausbau des Kindergartens sei vom Gemeindevorstand, der Kindergartenleitung und dem Jugendamt bereits in mehreren Sitzung beraten worde. Ein entsprechender Förderantrag solle noch im Januar auf den Weg gebracht werden. Laut Vestweber ist die Gemeinde im Vorfeld in die Prioritätenliste des Schwalm-Eder-Kreises aufgenommen worden. "Die Chancen stehen gut, dass zum neuen Kindergartenjahr im August 16 Betreuungsplätze eingerichtet werden können." Außerdem dürfe eine sparsame Haushaltsführung nicht aus den Augen verloren werden. "Der Landesrechnungshof hat die Gemeinde angehalten, zunächst zu prüfen, ob nicht andere Alternativen für einen teuren Naubau zur Verfügung stehen", sagt Vestweber und merkt an, dass es in der Gemeinde keine leer stehenden Räume, weder in der Hochlandschule noch in der Hochlandhalle gebe."Wenn Herr Stuhlmann einen Ausbau für so dringend nötig hält, wäre es angebracht gewesen, einen entsprechenden Antrag in der Gemeindevertretung zu stellen. Das ist nicht passiert." Der Rathaus­chef schlussfolgert: "Hierbei handelt es sich um nichts mehr, als einen Schaufensterantrag. Die Kommunalwahl lässt grüßen."

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