Schlappe für Felsberger Ortsumgehung

Der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph. Foto: nh
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Der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph. Foto: nh

Felsberg. Land Hessen zahlt nicht für L3220. Rudolph: „Ein schlechter Scherz“.

Felsberg. Das Land Hessen lehnt es vor dem Jahr 2020 ab, die Finanzierung der Landesstraße L 3220 zu übernehmen. Das geht aus einer Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph hervor. Vorangegangen war eine Anfrage Rudolphs an den Hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, ob das Land Hessen bereit sei, die Ortsumgehung Felsberg zu bauen. Über den Zeitraum des Jahres 2020 hinaus könne jedoch kein Zeitpunkt für die Umsetzung der Maßnahme benannt werden.

"Das das Land Hessen sich weigert, die Landesstraße, für die die Zuständigkeit beim Land liegt, als Ortsumgehung zu finanzieren, ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar", so Rudolph. Seit vielen Jahren werde in Felsberg über den Bau einer Umgehungsstraße diskutiert. "Die Anwohner der Altstadt von Felsberg leiden unter erheblichen Verkehrsbelästigungen. Nachdem man sich in der Stadt Felsberg endlich auf eine Trassenführung verständigt hat, wird es nun Zeit, dass die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Ortsumgehung geschaffen werden", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auch diese Fristen seien bereits mehrfach verstrichen worden. Ende Mai 2014 sollen die entsprechenden Unterlagen der Stadt Felsberg von HessenMobil zur Verfügung gestellt werden. Danach könne das Bauplanungsverfahren durch die Stadt fortgesetzt werden.

Das Angebot des Landes Hessen, dass die Stadt Felsberg den Bau der Ortsumgehung vorfinanzieren soll, bezeichnet Rudolph als schlechten Scherz. Eine hoch verschuldete Stadt wie Felsberg verfüge nicht über die finanziellen Mittel, um den Bau einer Ortsumgehung zu finanzieren. Zumal es klare Zuständigkeiten gebe.

"Offensichtlich haben die Bürger von Felsberg keine Lobby in der Landeshauptstadt Wiesbaden, die sich für ihre Belange einsetzt. Die Antwort aus dem Verkehrsministerium ist eindeutig. Die Ortsumgehung wird vom Land auf absehbare Zeit nicht umgesetzt. Leidtragende sind die Bürgerinnen und Bürger in Felsberg", so Rudolph abschließend.

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