Die Schlüssel passen: Morschen feiert gelungenen Groß-Umzug von Verwaltung, Bauhof, Feuerwehr und DRK

Morschen. Gleich zwei Schlüsselübergaben an einem Tag hat es auch in Morschen noch nicht gegeben. Grund dafür war der im Jahr 2008 unterzeichnete

Morschen. Gleich zwei Schlüsselübergaben an einem Tag hat es auch in Morschen noch nicht gegeben. Grund dafür war der im Jahr 2008 unterzeichnete Vertrag zwischen der Gemeinde Morschen und B.Braun, nachdem das Kloster Haydau gerade zum Seminarzentrum umgebaut wird. Die dort untergebrachte Gemeindeverwaltung musste daher weichen.

"Hervorragende Arbeit"

Mit der Übergabe des neuen Rathauses ging somit ein wichtiges Projekt zu Ende. Dabei hatte nicht nur der Spangenberger Architekt Friedhelm Bier sein ganzes Know-how aufweisen müssen.

"Alle Handwerker", so Bürgermeister Herbert Wohlgemut, "haben trotz des engen Zeitplans hervorragende Arbeit geleistet". Und davon konnten sich die Bürger bei einem Rundgang auf dem umgebauten, sanierten und zum Teil neugebauten ehemaligen Hof Raabe überzeugen.  Zu sehen waren Raffinessen, wie beispielsweise die Küche mit Zugang zu beiden Saalseiten.

Mit der Sanierung des alten landwirtschaftlichen Betriebes, welcher in der Vergangenheit dem Bauhof diente, ist Morschen "Paradebeispiel für den demographischen Wandel", so der erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker.

Staatsminister Dieter Posch wollte das "gut angelegte Geld" nicht nur als "zweckgebundene Rückgabe der Regierung" sehen, sondern darüber hinaus als "Unterstützung für den ländlichen Raum" im Kampf gegen den Leerstand.

Und dass die Gemeinde viel dafür tut, zeigte sich direkt bei der zweiten Übergabe des Tages. Denn dem demographischen Wandel zum trotz ist man auch im Bereich der alten Salzmann Hallen gefolgt. Auf rund 4.000 Quadratmeter Nutzfläche haben die Feuerwehr, das Feuerwehr Museum, die DRK Ortsgruppe Morschen sowie der Bauhof der Gemeinde ein neues Domizil gefunden.

Sehr imposant

Sehr imposant und aus der Ferne schon zu sehen, ist der neue Schlauch- und Übungsturm der Morschener Brandschützer. Übungsbalkone für alle Leiterlängen, Wandösen zur Sicherung und Leitungen zur Wasserförderung bis auf 15 Meter Höhe sind nur einige Beispiel für den Betonturm mit der Aufschrift "112" .

"Es ist eine tolle Verzahnung zwischen DRK, der Feuerwehr und dem Bauhof", so der Rathauschef in seiner Ansprache vor den rund 150 Gästen. Dem konnte auch Winfried Becker zustimmen, der das neue Domizil als "optimale Unterbringung" bezeichnete.

Einen kleinen historischen Moment gab es am Ende noch mit dem Kasseler Architekten Ulf Möller. Eine Zeitkapsel versenkte der Architekt im Schlauchturm, damit man sich auch in hundert Jahren noch an diesen schon fast historischen Tag für Morschen erinnern kann.

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