Schon aufgeregt?

Von MAREN APELHomberg. Ein ungewhnlich langes und aufregendes Wochenende stand vor der Tr. Alle Kollegen aus der Redaktion des MB-Me

Von MAREN APEL

Homberg. Ein ungewhnlich langes und aufregendes Wochenende stand vor der Tr. Alle Kollegen aus der Redaktion des MB-Media Verlags waren wesentlich aufgeregter als ich selbst: Und was meinst du wie es wird?, Hast du schon Flugangst? oder Denkst du, dir wird beim ersten Flug bel?. Redaktionsleiter Gerald Schmidtkunz organisierte einen Schnupperkurs auf dem Flugplatz Mosenberg beim Luftsportverein Homberg fr mich, seit September Volontrin beim Homberger Anzeiger, und bekennende Fluganfngerin. Bisher konnte ich die Welt nur von der Erde in Augenschein nehmen, doch das sollte sich jetzt ndern: Maren, rief mich mein Redaktionsleiter, hast du Lust zu fliegen?. Eher skeptisch und unsicher fragte ich genau nach: Wie meinst du das? Aus der Redaktion oder mit einem Flugzeug? Mit einem verschmitzten Lcheln, lie er mich fr einen kurzen Moment schmoren und antwortete mir dann: Natrlich mit einem Flugzeug, um genau zu sein mit einem Segelflugzeug. Fnf Tage Schnupperkurs aufm Mosenberg. Natrlich war ich gleich begeistert. Fliegen, so was hab ich noch nicht gemacht, knnte interessant werden.

Countdown

Hacky, auch als Werner Hackenberg und 2. Vorsitzender des Vereins bekannt, rief zwei Wochen vor dem ersten Start in der Redaktion an. Kurz gab er alle wichtigen Dinge durch, die ich fr die fnf Tage auf dem Mosenberg bentige und wann es losgehen solle. Ich hab gehrt du bist noch nie geflogen?, fragte mich Hacky. Hflich antwortete ich ihm: Nein bisher bin ich noch nicht in den Genuss von Hhenluft gekommen. Dann lass dich mal berraschen und wir sehen uns dann auf dem Platz, Maren, sagte Hacky abschlieend. Ja, dann bis in zwei Wochen, Herr Hackenberg, sagte ich. Bei diesem Gesprch war mir noch nicht klar, dass es auf dem Flugplatz keine Namenstitel oder ein hfliches Sie gibt. Dort gilt die Regel: Das ,Du ist die Standard-Anrede unter Fliegern. Das sollte ich allerdings erst Mittwochabend erfahren. Drei Tage vor dem ersten Zusammentreffen mit meinen Flieger-Kameraden, machte ich mir die ersten Gedanken wie es wird, ob das Fliegen wirklich etwas fr mich ist und ob ich mich nicht blamiere, falls mir doch bel werden sollte. Doch die Arbeit vertrieb die Gedanken schneller als sie aufgekommen waren.

Ab in die theoretische Luft

Am Mittwochabend hie es dann erst einmal Theorie bffeln oh nein, da hab ich ja gar keine Lust drauf. Auch noch nach der Arbeit um 18.00 Uhr. Na gut, muss ja sein sonst knnen wir immer nur mitfliegen und das soll nicht der Sinn des Kurses sein. Ihr sollt hier einen Einblick in das Vereinsleben und den Luftsport erhalten. Die Erfahrungen knnt ihr dann beim Start in die Ausbildung zum ,Segelflugzeugfhrer anrechnen lassen, erklrte unser Flugausbilder Walter Hermann. Was auf die Schnupperkursler zukommen solle und die wichtigsten Grundlagen zum Segelfliegen gab es dann in einer Prsentation vom Laptop, mit reichlich ansprechendem Bildmaterial. Dann konnte es endlich los gehen, allerdings erst am Morgen des nchsten Tages.

1. Tag ber den Wolken

So schn schien uns der Tag dann doch nicht zu werden. Regen kndigte sich mit dunklen Wolken an. Der Wind pfiff ber die frisch gemhte Landebahn und die hohe Luftfeuchtigkeit setzte sich auf den kurzen Grashalmen ab nasse Fe waren vorprogrammiert. Die komplette Gruppe stand schon bei den Flugzeugen, als ich pnktlich um 10.00 Uhr auf dem Mosenberg ankam. Erst eine kurze Anweisung um welche Flugzeuge es sich handelt und dann zgig auf die beiden Flieger aufgeteilt. Da hie es dann, in den sauren Apfel zu beien und mit seinem Gewicht raus zu rcken. Je nach Krpermasse musste zustzliches Blei mit hoch genommen werden. Wir mssen zgig machen, damit wir die ersten zwei Starts noch vor dem Schauer hinbekommen, pfeift Werner die Truppe zusammen.

Schnell hoch und auch wieder runter

Ruckzuck hatten die ersten beiden schon einen Fallschirm auf dem Rcken und schnallten sich im Sitz fest. So schnell wie die beiden Ausbildungsflugzeuge von einer Seilwinde nach oben gezogen wurden, kamen sie auch schon wieder runter. Nebel zog den Hang des Mosenberges hinauf und verschluckte die beiden Flieger beinah. Dann war erst mal Zwangspause angesagt. Wie und ob ich meinen ersten Flug gut berstanden habe lesen Sie im nchsten Teil.

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