Schüler trennen DNA - High Tech Unterricht: Biotechnikum-Laster zu Gast

Schwalm-Eder. Eine mobile Erlebniswelt der Biotechnologie zeigte der Truck der Initiative "BIOTechnikum" am Dienstag und Mittwoch (6./7. Se

Schwalm-Eder. Eine mobile Erlebniswelt der Biotechnologie zeigte der Truck der Initiative "BIOTechnikum" am Dienstag und Mittwoch (6./7. September) der Fritzlarer Öffentlichkeit.

Doch nicht nur eine sehenswerte Ausstellung und interessante Modelle halten die rund 100 Quadratmeter Innenfläche bereit. Zwei Wissenschaftler und ein komplettes Labor standen zahlreichen Schülern der König-Heinrich-Schule zur Verfügung, um selbst Experimente von der Käseherstellung bis zur DNA-Analyse durchführen zu können.

Initiator des Stopps in Fritzlar war Dr. Carsten Obach, der Fachbereichsleiter der Naturwissenschaft an dem Bildungsinstitut. "Thematisch ergänzt der Unterricht im Truck den Unterrichtsstoff sehr. Zudem sind Experimente möglich, die wir aufgrund unserer Ausstattung nicht machen können," freut sich Obach über die erfolgreiche Aktion.

Schulleiter Dr. Ulrich von Nathusius spricht davon, dass es zum Konzept der Schule gehört, mit externen Partner zusammen zu arbeiten. "Wenn etwas aus dem Rahmen fällt, ist die Aufmerksamkeit der Schüler ungleich höher," gibt er zu Bedenken.

Und aus dem Rahmen fällt das 37 Tonnen-Monstrum mit seinen topqualifiziertem Begleitern. Dr. Aline Anton, promovierte Biologin, fährt mit ihrem Kollegen Dr. Martin Brenndörfer rund 100 Standorte im gesamten Bundesgebiet an.

"Die Experimente sind an den Lehrplänen ausgerichtet," sagt sie und untertreibt dabei. Denn die Praktika für Einsteiger bis hin zu jungen Experten sind auch thematisch spannend. Während die Fünftklässler selbst Käse mithilfe von Enzymen herstellen, dürfen sich Oberstufenschüler am "CSI BIOTechnikum" versuchen.

Dabei stehen DNA-Extraktion aus der eigenen Mundschleimhaut und Generierung eines genetischen Fingerabdrucks auf dem Laborplan. Mit zehn Laborplätzen können 20 bis 30 Schüler im Biotech-Truck unterrichtet werden. Insgesamt acht Praktika für verschiedene Altersstufen bieten die Wissenschaftler im Fahrzeug an.

Doch nicht nur Schulen werden besucht, auch auf Messen, Marktplätzen und Veranstaltungen  der Wirtschaftsverbände sind sie zu finden. Neben der attraktiven Präsentation und den Spezialexperimenten vermitteln die beiden in Karrierevorträgen die Berufsmöglichkeiten vom Laborant bis zum Wissenschaftler.

Zusätzlich nutzte Obach das Projekt als eine Art Lehrerfortbildung. "Wir haben im Truck diskutiert, auch über die Gefahren, die mit Biotechnologie zusammenhängen".

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