Schule des Horrors

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Nordhessen. ,Crash Art’ bereitet Rettungsteams mit Schreckensszenarien auf den Ernstfall vor.

Nordhessen. Es war ein unfassbares Schreckensszenario: Gleich drei Fahrzeuge rasten am Vormittag wegen dichten Nebels ineinander. Mehrere Notärzte und Rettungsdienste wurden an die Unglücksstelle gerufen, um 14 verletzte Personen zu versorgen. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung, die im Rahmen einer Zusatzweiterbildung für Notfallmedizin auf dem Gelände der Feuerwehr Hessisch Lichtenau statt fand.In Zusammenarbeit mit dem Elisabeth Krankenhaus Kassel und den Unfalldarstellern von "Crash Art" veranstaltete das Team "Rettungsmedizin-Eli" eine achttägige Fort- und Weiterbildung für Ärzte, Notärzte und Rettungsdienstler. Die Themen reichten vom Atemwegsmanagement über den Einsatz verschiedener Rettungsmaterialien bis zur Traumaversorgung. Dabei verfolgten die Veranstalter ihr eigenes Konzept: Nämlich eine möglichst realistische Darstellung eines Unfallgeschehens.Insgesamt 14 Mimen wurden unfallrealistisch hergerichtet und auf dem Gelände der Feuerwehr Hessisch Lichtenau verteilt. Damit es noch realistischer wurde, hatte das Team von "Crash Art" eine Halle vollkommen vernebelt und über Lautsprecher Geräusche von Einsatzstellen eingespielt, um den Stressfaktor der Einsatzkräfte zu erhöhen.Die Mimen selbst "lebten" ihre Rollen, indem sie schreiend um Hilfe bettelten, an den Teilnehmern zerrten und vor Schmerzen jammerten. Ein Team bestand aus einem Arzt und einem Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten der DRK Rettungsdienstschule Hessisch-Lichtenau. Und nicht selten sah man völlig erschöpfte, vielleicht auch teils überforderte Teilnehmer, aus dem Unfalllabyrinth herauskommen. Letzten Endes war es ein Training zum Wohle aller zukünftigen Patienten.

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