Achtung Sonnenfinsternis: Augen schützen

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Das Phänomen ist nicht nur schön anzusehen, sondern birgt auch Gefahren.

Region. Ein Himmelsschauspiel, das nicht nur Hobbyastronomen Gänsehaut bereitet: Am kommenden Freitag, 20. März, schiebt sich der Mond vor die Sonne. In Deutschland kann das Spektakel zwischen 9.30 und 12 Uhr beobachtet werden. Dabei wird der gelbe Feuerball vom Mond aber nicht vollständig verdeckt, wie es bei der letzten totalen Sonnenfinsternis 1999 zu beobachten war. Der Tag bleibt also Tag und wird nicht zur Nacht.

Das Phänomen birgt aber auch Gefahren. Der direkte Blick in die Sonne kann die Netzhaut verletzen. Besonders durch die Linse einer Kamera wirken die Strahlen noch intensiver. Um trotzdem Aufnahmen des Phänomens zu machen, gibt es spezielle Objektivfilter, die im Fachhandel erhältlich sind.  Um einer Erblindung oder anderen Augenschäden vorzubeugen, sollte das Spektakel nur mit speziellen Brillen verfolgt werden, die bei Optikern erhältlich sind. Normale Sonnenbrillen gewährleisten keinen Schutz.

Energieversorger rüsten sich

Auch in der Stromversorgung könnten Probleme entstehen. Ein großer Anteil der Energie wird mittlerweile durch Sonnenkraft erzeugt. Die EnergieNetz Mitte ist in Hessen der Netzbetreiber mit den meisten am Netz angeschlossenen Photovoltaikanlagen. Sollte am Tag der Sonnenfinsternis eine klare und sonnige Wetterlage herrschen, dann verdunkelt sich die Sonne in der Zeit der Sonnenfinsternis sehr plötzlich und die Solarstromerzeugung bricht abrupt ein. Dann müssen konventionelle Kraftwerke hochgefahren und sogenannte Regelleistung eingespeist werden, um die Frequenz im Netz stabil zu halten, erklärt Gerhard Vaupel, Leiter der Netzleitstelle der EAM.

Das schlimmste Szenario wäre ein flächendeckender Stromausfall. Davon sei aber nicht auszugehen, denn sie seien gut vorbereitet und entsprechende Vorkehrungen seien getroffen worden, so Vaupel. Bereits im Vorfeld der Sonnenfinsternis sei die Netzleitstelle noch stärker besetzt als sonst. So könne durch Zu- oder Abschaltung von Anlagen gezielt die Spannung im Netz stabil gehalten werden.

Die nächste totale Sonnenfinsternis, die über Europa zu beobachten ist, findet erst wieder  in 2026 statt. Deshalb hoffen die meisten auf gutes Wetter und klare Sicht, damit sie das Naturspektakel sehen können.Im Schwalm-Eder-Kreis bieten sich vor allem das Knüllköpfchen bei Schwarzenborn  und der Schönberg in Röllshausen als Beobachtungsposten an.

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