Asklepios Klinikum in Schwalmstadt informiert rund um das Thema „Patientensicherheit“

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Jedes Jahr findet im September der „Internationale Tag der Patientensicherheit“ statt. Das Asklepios Klinikum Schwalmstadt informiert am morgigen Donnerstag,17. September von 11 bis 15 Uhr vor der Klinik zu den Themen Dekubitusprophylaxe, Wundmanagement und Händehygiene.

Schwalmstadt. Kaum ein Thema bewegt die Öffentlichkeit so sehr, wie die Hygiene im Krankenhaus – erst Recht in Zeiten der Corona-Pandemie. Die AHA-Formel – Abstand, Hygiene, Alltagsmasken soll helfen, die Ausbreitung von und Ansteckung mit dem Corona Virus zu vermeiden. Dabei spielt die Händehygiene eine wichtige Rolle.

„Professionelle Händehygiene in der Pandemiezeit ist unabdingbar. In 80% der Fälle werden Infektionen von Mensch zu Mensch durch die Hände übertragen“, so Alexander Kessler, Leiter der Krankenhaushygiene. „Wir schulen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig und haben in diesem besonderen Jahr speziell den Umgang mit der Pandemiesituation laufend evaluiert, angepasst und unterwiesen“.

Schon vor der Corona-Pandemie hat die „Aktion Saubere Hände“ die Handhygiene in den Mittelpunkt gestellt. Das ist eine wichtige Tragsäule in der Klinikhygiene. Die Asklepios Klinik Schwalmstadt beteiligt sich bereits seit 2013 an dieser Aktion, die von der WHO ins Leben gerufen wurde. Die Bemühungen um die Handhygiene werden von der „Aktion Saubere Hände“ seit dem Jahr 2019 sogar mit dem „Goldzertifikat“ ausgezeichnet.

Neben dem Thema Hygiene stehen im Klinikalltag weitere Gefährdungsfaktoren im Fokus. „Es wird viel getan, damit unsere Patienten sich bei uns gut und sicher aufgehoben fühlen. Klare Regeln, erprobte Mechanismen und ein System zur Fehlervermeidung helfen dabei“, erläutert Pflegedienstleitung Squollan Schöneweiß. "Basis unserer pflegerischen Arbeit sind neben der Handhygiene pflegewissenschaftlich fundierte Expertenstandards zu verschiedenen Pflegesituationen. Dabei genießen die Schwerpunkte „Dekubitusprophylaxe“ und „Schmerzmanagement“ besondere Aufmerksamkeit."

Vermeidung von Druckgeschwüren

„Die Prophylaxe von Druckgeschwüren (Dekubitus) hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert“, sagt die Pflegeexpertin Monica Girardi. Ein Dekubitus ist eine Gewebeschädigung, die durch hohen und länger anhaltenden Druck entsteht. Diese Schädigung kann von einfachen Hautrötungen bis zu tiefen, schlecht heilenden Wunden reichen. Je länger ein Mensch in derselben Position liegt, desto höher ist die Gefahr des Wundliegens. "Daher schulen wir regelmäßig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Maßnahmen zur Vermeidung von Druckgeschwüren. Dazu gehören sowohl theoretische Unterweisungen als auch die praktische Begleitung durch die Pflegeexpertin am Patientenbett."

Interessierte können sich ganz praktisch zeigen lassen, worauf bei der Lagerung zu achten ist und welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Denn alle Pflegebedürftigen, die zu Hause versorgt werden, können ein Druckgeschwür entwickeln.

Ein Kitteltaschenflyer, den jede Pflegekraft in der Tasche hat, hilft bei der Einschätzung eines entstandenen Druckgeschwürs und der Festlegung geeigneter Maßnahmen.

Wunden professionell versorgen

Eine Wundversorgung erfordert besondere Kompetenzen. Zu unterschiedlich sind die zu versorgenden Wunden, die Patienten mitbringen oder die nach einem Eingriff zu behandeln sind. Unterschiedliche Wundbehandlungsmaterialien, wie Hydrokolloid- oder Schaumverbände, stehen zur Verfügung. Unsere Wundmanager wissen, welches Wundbehandlungsmaterial bei welcher Wunde geeignet ist. Eine zügige und vollständige Heilung der Wunden ist unser Ziel.

Damit das gelingt, wird Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Pflege in den Asklepios Bildungszentren eine Weiterbildung zum „Wundexperten“ angeboten. Um den Patienten in der Asklepios Klinik Schwalmstadt eine professionelle Wundversorgung, bieten zu können, arbeitet auf jeder Station mindestens einer dieser Wundexperten. So gewährleisten die Klinik eine professionelle Wundversorgung.

Damit alle Wundexperten auf dem Laufenden sind und die aktuellen wissenschaftlichen Standards berücksichtigen, hat eine Arbeitsgemeinschaft der Wundexperten in den Asklepios Kliniken einheitlichen Standards für die Wundversorgung entwickelt. Diese Standards sind die Basis unser täglichen Wundversorgung.

„Wir sind nun auch Testklinik in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück (DNQP) beim Einführen und Umsetzen des aktualisierten Expertenstandards zum pflegerischen Schmerzmanagement. Dieses Projekt läuft bis Mai 2021 und wir sind sehr stolz, an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen und neue Erkenntnisse aus der Praxisarbeit mit beizutragen“, so Monica Girardi.

„Der frühere Beruf der Krankenschwester hat nicht mehr so viel mit dem Pflegeberuf von heute zu tun. Von der professionellen Krankenpflege und Notfallversorgung über modernes Wundmanagement bis hin zur Anwendung therapeutischer Pflegekonzepte reichen die Aufgaben einer heutigen Pflegekraft“, so die Pflegedienstleitungen Squollan Schöneweiß und Sabrina Umbach.

Um auf die Patientensicherheit aufmerksam zu machen, werden als Zeichen die Asklepios Kliniken in Nordhessen am Vorabend, 16. September von 20 bis 22.30 Uhr, in orange leuchten.

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