Autarkes Haus: Dieses Gebäude in Treysa versorgt sich selbst

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Der Besitzer der Immobilie: Marcel Fröhlich blickt vorfreudig in die Zukunft. Teure Rechnungen vom Stromanbieter hat er nicht zu befürchten. Zufrieden zeigt er die Sonnenbatterie in der Garage seines Selbstversorger-Hauses. Fotos: Seeger

Marcel Fröhlich aus Treysa lebt in einem autarken Haus. Sein Zuhause kommt ohne externe Stromzufuhr aus.

Schwalmstadt-Treysa. Von außen unscheinbar, im Innern raffiniert: das Wohnhaus der Familie Fröhlich in Treysa versorgt sich selbst. Der Clou: Das Gebäude kommt ohne externe Stromzufuhr aus. Das war aber nicht immer so. Früher hatte das Zweifamilienhaus in der Dittershäuser Straße einen Jahresstromverbrauch von rund 7.000 Kilowattstunden.

Dann aber erbte Marcel Fröhlich das Haus von seiner Oma. Zuvor hatte die im Jahr 2002 noch ein Blockheizkraftwerk installiert. Das erzeugt nicht nur Wärme und Warmwasser, sondern auch Strom. Der Energieverbrauch reduzierte sich drastisch. Bei der Einsparung hilft seit eineinhalb Jahren eine zusätzliche Photovoltaik-Anlage. Als Speichermedium dienen mehrere 8-kw-Batterien. Aber wozu eigentlich die mühsamen Umrüstungen? "Weil der Strom immer teurer wird", bringt es Marcel Fröhlichs Vater Marco auf den Punkt.

Viele lassen sich von Anfangskosten abschrecken

Er hatte seinem Sohn beim energieeffizienten Umbau geholfen. "Viele lassen sich von den Anfangskosten abschrecken", weiß Marco Fröhlich. Dabei lohne sich das Anbringen einer Photovoltaik-Anlage samt Sonnenbatterie und eines Blockheizkraftwerks – vor allem für Häuslebauer und Hausbesitzer, die ihre Heizung umstellen möchten. Rund 25.000 Euro haben Fröhlichs in die Umrüstung gesteckt. "Zugegeben: Das klingt erst einmal teuer. Aber nach zehn Jahren hat sich die Investition amortisiert", versichert Fröhlich. Dann erziele sein autarkes Haus sogar reinen Gewinn.

Denn immerhin deckt das geschlossene System nicht nur den eigenen Energieverbrauch, sondern speist auch noch ins öffentliche Netz ein. An jeder eingespeisten Kilowattstunde verdienen Fröhlichs 14,1 Cent. "An guten, sonnigen Tagen können wir das Blockheizkraftwerk runterfahren und ausschließlich von der Sonne leben. Selbst wenn ein paar Wolken am Himmel stehen. Dafür haben wir ja unsere Batterien", sagt Fröhlich.

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