Andreaskreuze an stillgelegtem Gleisbett in Schwalmstadt aufgestellt

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Seit 20 Jahren fährt an der "Kanonenbahn" im Schwalmstädter Gebiet kein Zug mehr entlang. Trotzdem stellt die Deutsche Bahn drei neue Andreaskreuze auf.

Die Deutsche Bahn hat an der „Kanonenbahn“ neue Andreaskreuze angebracht. Dort, wo Mutter Natur sich seit fast zwanzig Jahren ohne jegliche Störung durch vorbeieilende Züge das stillgelegte Gleisbett zurückerobert. Trotzdem: In Ziegenhain, Treysa und Leimsfeld werden die Verkehrsteilnehmer ab sofort von drei nagelneuen Andreaskreuzen gewarnt. Aber wovor eigentlich? Seitdem keine Züge mehr die brachliegende Trasse befahren, geht die größte Gefahr von Unebenheiten und Spurrillen an den Bahnüberstiegen aus – die größte Gefahr ist also eine verschwindend geringe. Der Grund für die Beschilderung ist viel eher ein bürokratischer, wie die Deutsche Bahn selbst gegenüber dem Team der ZDF-Sendung „heute“ erklärt: „Die sogenannte ,Kanonenbahn‘ ist in diesem Bereich zwar stillgelegt, der betroffene Bereich aber noch als Eisenbahnfläche gewidmet. Auch wenn allen Beteiligten bewusst ist, dass keine Gefahr durch den Eisenbahnbetrieb ausgeht, so ist der Bahnübergang doch nach den geltenden Richtlinien zu beschildern.“ So lange die Strecke also nicht auch offiziell stillgelegt ist, muss die Bahn ihrer Pflicht nachkommen, die Bahnübergänge zu sichern. Gesetz ist nun mal Gesetz. Auch wenn das Geld hätte sinnvoller ausgegeben werden können.

Haben auch Sie einen „Aufreger“ entdeckt? Dann melden Sie sich per E-Mail an michael.seeger@mb-media.deoder per Telefon unter 06691-806934.

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