VR Bank HessenLand bilanziert vergangenes Geschäftsjahr

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Sind zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr (v.l.): Helmut Euler, Werner Braun und Ralph Kehl.

Vorstandvorsitzender Helmut Euler ist mit der Entwicklung zufrieden, weiß aber auch, dass sie vermehrt digitale Lösungen anbieten müssen.

Schwalm-Eder. Im Jubiläumsjahr 2018 – 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und 160 Jahre VR Bank HessenLand – freut sich der Vorstand, über eine sehr gute Geschäftsentwicklung berichten zu können. Bei einem überdurchschnittlichen Wachstum im bilanziellen Kreditgeschäft von 10,5 Prozent und den um 4,6 Prozent erhöhten Kundeneinlagen habe die VR Bank ihre Marktposition gut ausgebaut.

Die über 40.000 Mitglieder sollen vom Geschäftserfolg durch eine unveränderte Dividendenzahlung von vier Prozent profitieren. „Die Kunden haben sich mittlerweile an das Niedrigzinsumfeld gewöhnt. Ohne das Eingehen angemessener Risiken können Kapitalanlagen keinen Ertrag erwirtschaften. Insofern hat sich die Anzahl der Beratungen um 21 Prozent auf 21.640 erhöht“, sagt Vorstandsvorsitzender Helmut Euler.

Besonders erfreulich habe sich das Kreditgeschäft entwickelt. Obgleich Tilgungen von 82 Millionen Euro stattfanden, hat sich der bilanzielle Kreditbestand um 84 Millionen Euro erhöht. „Die gute Aufwands-Ertragsrelation von 55,3 Prozent versetzt uns in die Lage, das Eigenkapital höher als geplant zu dotieren“, erklärt Vorstandsmitglied Ralph Kehl. „Das ist vor dem Hintergrund weiter steigender gesetzlicher Anforderungen von hoher Bedeutung. Mit einer Gesamtkapitalquote von 18,9 Prozent ist die Bank gut aufgestellt.“

Durch die Wirtschaftskraft der Bank fließen 6,6 Millionen Euro in die öffentlichen Kassen, davon erhalten die Kommunen 1,7 Millionen Euro Gewerbesteuer. Kehl betont, dass das soziale Engagement der Bank unverändert fester Bestandteil der Geschäftspolitik sei. Über die Crowdfunding-Plattform wurden mittlerweile 44 Projekte mit einem Betrag von 257.000 Euro gefördert. Mittlerweile blicken bereits 16 Stipendiaten auf eine Förderung mit einem Gesamtaufwand von 104.000 Euro.

In der vergangenen Vertreterversammlung hatten die Mitglieder einer Satzungsänderung zugestimmt, um weitere Geschäftsfelder zu erschließen. Helmut Euler informierte, dass die neuen Geschäftsfelder deutlich zügiger umgesetzt werden konnten als geplant. So wurde im Bereich Immobilienmanagement zwischenzeitlich ein Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro, das auf elf Projekte entfällt, beschlossen.

Die neu gegründete „Hausverwaltung Wigbert Hill GmbH“ hat sich bereits gut am Markt etabliert. Im Dezember 2017 fand die Gründung der GenoIT GmbH statt. Die Gesellschaft bietet Dienstleistungen im Bereich IT-Sicherheit, -Service und Datenschutz an.

„Das herausfordernde Umfeld aus EU-Zinspolitik, Demographie und verändertem Kundenverhalten infolge des technischen Wandels verlangt von uns, die Tradition der vor Ort beratenden Bank angemessen zu wahren und gleichzeitig verstärkt digitale Lösungen anzubieten“, erklärt Braun. Er informiert, dass den Kunden ab Februar ein digitaler Anlageassistent auf der Homepage zur Verfügung steht.

Darüber hinaus wird die Bank im Laufe des Jahres mit dem weiteren, neuen Zugangsweg „vr@home“ eine komfortable Möglichkeit zur digitalen Beratung schaffen. „Der Kunde klickt einfach die ‘Onlinebesprechung’ auf unserer Homepage an. Der persönliche Berater ruft den Kunden unmittelbar an, um die Beratungsthemen sofort am PC-Bildschirm oder Tablet mit ihm zu behandeln.“ Damit verschmelzen persönliches und digitales Banking bei höherer Bequemlichkeit für den Kunden.

„Wir verfügen über eine hochmotivierte Belegschaft, die sich für unsere Mitglieder und Kunden mächtig ins Zeug legt und täglich an dem Ausbau der Marktposition und der betriebswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit arbeitet. Dies ist unser größter Wettbewerbsvorteil“, resümiert der Vorstand.

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