Bilder vom Neujahrsschwimmen in Neukirchen: Wagemutige stürzen sich in eiskaltes Wasser

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Das hat Tradition: In der Knüllstadt Neukirchen stürzen sich am Neujahrstag Hartgesottene in eiskaltes Wasser.

Neukirchen. Bereits zum 19. Mal begrüßten die Schwimmer des LTV Neukirchen das neue Jahr mit einem Sprung ins kalte Wasser – sechs Grad Luft- und fünf Grad Wassertemperatur waren die diesjährigen Bedingungen. Fast 40 mutige Neujahrsbader hatten sich auf dem Gelände eingefunden, die siebenjährige Debütantin Lenya war die jüngste und Wiederholungstäter Friedrich Axt mit fast 66 Jahren der älteste Teilnehmer.

Zu ihrer traditionellen Neujahrsansprache erklommen Dr. Birgit de Taillez und Horst Möller wie immer das Drei-Meter-Brett, „wir haben eine neue Heizung und neue Fenster“, blickte de Taillez zurück, „das ist gut, denn Klimaschutz ist wichtig und leider auch schwer“. Von oben blickte sie auf eine kleine Eisscholle herab, auf der sich symbolisch ein gutes Dutzend Plüsch-Eisbären drängten - „wer drei Bahnen schwimmt, bekommt einen davon“, motivierte sie die Schwimmer, die sich noch in dicken Jacken am Beckenrand aufhielten.

„In diesem Jahr wollen wir das Beach-Volleyball-Feld wieder in Ordnung bringen“, lautete der gemeinsame Spendenaufruf an die Zuschauer, Vereinsvorsitzende Nicole Zimmermann stand mit der Sammelbüchse bereit. „Das gleiche Prozedere wie letztes Jahr“, fragte Möller ironisch - „the same procedure as every year“, antwortete seine Vereinskameradin und ließ den Erpel „Caruso“ sein alljährliches „O sole mio“ trällern. Dann wurde es langsam ernst, Möller drehte mit den Schwimmern eine Aufwärmrunde um das Becken und verschwand mit ihnen in den Umkleidekabinen. Kurze Zeit später kamen sie in Bademänteln oder in dicke Handtücher gewickelt zurück und schritten zur Treppe neben der Rutsche.

„Wir begrüßen das neue Jahr mit einem lauten L-T-V“, gab er das Startsignal und mit lautem Kreischen stiegen die ersten in das kalte grünlich-schimmernde Nass. Mit schnellen Armzügen und noch schnellerer Atmung bewegten sich die Schwimmer durchs Becken, einige steuerten direkt auf die rettende Leiter zu, andere schwammen tatsächlich dreimal durch die eiskalte Brühe. Wer sein Pensum geschafft hatte, kletterte rasch wieder aus dem Wasser und huschte im warmen Bademantel ins Hallenbad, wo man sich im warmen Wasser und mit einem Becher Zitronentee wieder erholen konnte. Frisch geföhnt und mollig eingepackt ließen sich die Neujahrsbader und ihre Fans frischgebackene Krapfen und heiße Getränke schmecken.

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