Bildhauer Lesch will Skulpturen für Brunnen in Ziegenhain bauen

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Bildhauer Lutz Lesch will den Brunnen auf dem Ziegenhainer Paradeplatz mit zwei Bronze-Skulpturen verschönern. Die Sponsorensuche läuft.

Ziegenhain. Der Paradeplatz in Ziegenhain ist zweifellos einer der attraktivsten Orte in Schwalmstadt. Ginge es nach Bildhauer Lutz Lesch, dem Leiter des Museums der Schwalm Konrad Nachtwey und der zweiten Vorsitzenden des Schwälmer Heimatbundes Christel Gerstmann, so könnte er schon bald noch schöner daherkommen.

Die drei Kunst-, Kultur- und Geschichts-Liebhaber planen eine Aufwertung des Brunnens auf dem Paradeplatz, direkt hinter dem Museum der Schwalm. Der soll nämlich von einer sehenswerten Skulptur geziert werden.

Gänseliesel könnte demnach auf einem Plateau inmitten des Brunnens thronen. Wenige Meter davor soll ein lebensgroßer Fuchs die Gans stehlen. Der Brunnen habe in den vergangenen Jahren ohnehin eine positive Entwicklung genommen. Denn zunächst sei er ungewöhnlich trocken für einen Brunnen gewesen. Lediglich zur Ziegenhainer Salatkirmes befand sich Wasser im Innern, weiß Gerstmann.

Das änderte sich jedoch im Jahr 1995. Seit dem damaligen Hessentag in Ziegenhain befindet sich – wie es sich für einen Brunnen gehört – auch tastächlich Wasser darin. Damit nun aber nicht genug. Zwei sehenswerte Bronze-Figuren von Lutz Lesch sollen die historische Stätte zusätzlich aufwerten. "Wir möchten das Umfeld des Paradeplatzes  künstlerisch wertvoll gestalten", erklärt Nachtwey den Antrieb der drei Initiatoren.

Leschs Figuren werden zu Wahrzeichen

"Das wäre die Krönung nach der Neugestaltung des Platzes im Jahr 2011", fügt Gerstmann hinzu. Schließlich könne der historische Paradeplatz so noch attraktiver für den Toursimus gestaltet werden.Die Skulpturen des Treysaer Bildhauers Lutz Lesch prägen schon längst das Schwalmstädter Stadtbild. Seine Märchenfiguren in der Treysaer Bahnhofstraße sind nicht nur Hingucker für Touristen im Rotkäppchenland, sondern gleichzeitig auch Spielstätten für Kleinkinder.

Leschs bislang größter Coup: der Wolf und die sieben Geißlein. Aber auch der Bronze-Soldat und das Abbild der Wasserfestung in Ziegenhain genießen inzwischen echten Wahrzeichen-Charakter. Folgt nun in der Festungsstadt Leschs nächster Streich? "Von mir aus könnte es sofort losgehen", sagt der Künstler vorfreudig. Die Verwirklichung des Ziegenhainer Brunnen-Projekts werde etwa 30.000 Euro kosten.

Es liegt in der Hand der Sponsoren

Aber woher soll das Geld kommen? Konny Nachtwey kennt die Lösung: "Der Schwälmer Heimatbund geht auf Sponsorensuche." Sobald die Erfolg habe, falle der Startschuss für Lesch. Der akribische Bildhauer werde dann zwei bis drei Monate an seinen Figuren werkeln.

Ein erstes Modell in Miniatur-Format gibt es bereits. Das hatte Lesch erstmals während seiner Ausstellung im Museum der Schwalm im Mai präsentiert – und damit Aufsehen erregt. "Das muss doch realisierbar sein", hatte Gerstmann schon damals gedacht. Gegenüber unserer Zeitung gab Lesch nun zu: "Ich bin natürlich ein Schlitzohr. Ich war vorher schon im Brunnen und habe dort alle Abstände vermessen."

Wenn sich nun tatsächlich ausreichend Sponsoren-Gelder auftreiben lassen, so werde er die zwei Figuren für den Ziegenhainer Brunnen noch einmal neu in Ton modellieren. "Dabei wird die Kleidung des Schwälmer Mädchens sehr filigran ausgearbeitet", verspricht Lesch. Dann werde die Figur in Gips gegossen und nachbearbeitet. Zum guten Schluss verlasse das Kunstwerk das Atelier in Richtung Gießerei, um letztlich auf dem Paradeplatz alle Blicke an sich zu reißen. Ob’s tatsächlich gelingt, hängt von der Sponsorensuche ab.

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