Bischof Dr. Martin Hein zu Besuch im Hospiz Kellerwald in Gilserberg

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Hoher Besuch: Bischof Prof Dr. Martin Hein (3.v.re.) besichtigte erstmals das Hospiz Kellerwald.

„Chef“ der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck informierte sich vor Ort über die im vergangenen Jahr gegründete Einrichtung.

Gilserberg. Seit der Eröffnung des Hospizes Kellerwald im Februar 2017 wurde dort bereits 120 Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein würdevolles Leben ermöglicht. Jetzt besuchte Professor Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck – auf Initiative von Lothar Vestweber, Erster Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Kellerwald – die Einrichtung in Gilserberg.

In Gesprächen mit Seelsorgern, Mitarbeitern, ehrenamtlichen Hospizhelfern und Hospizgästen verschaffte sich der Bischof einen Eindruck über das erste stationäre Hospiz im Schwalm-Eder-Kreis. Hein: „Ich sehe dieses ‘Leben bis zuletzt’ in der Hospizarbeit als Credo. Und gute Hospizarbeit kann den Wunsch nach Suizid dämpfen. Der Betroffene kann in einem Hospiz begleitet – nicht einsam – dem Prozess des Sterbens entgegengehen.“ Eine Begleitung könne helfen, das Sterben anzunehmen.

Hospizleiterin Erika Karama machte deutlich, dass es wichtig sei, die Hospizarbeit in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen. Und es gelte, weiterhin Mitarbeiter zu qualifizieren. „Darauf liegt bei uns ein Schwerpunkt“, so Karama. Im Hospiz Kellerwald arbeiten inzwischen 24 Fachkräfte, die eine Palliativ-Care-Weiterbildung absolviert haben oder diese noch machen werden.

Die Verantwortlichen des stationären Hospizes und der ambulanten Hospizhilfe erklärten Bischof Hein, dass zu der erfolgreichen Arbeit am Hospiz Kellerwald auch das gut funktionierende Netzwerk beitrage – worauf man stolz sein könne. „Hospize arbeiten vielleicht defizitär in den Finanzen, aber nicht defizitär im Engagement“, sagte Hein. Im Hospiz Kellerwald gibt es einen Förderverein, der die Aufgabe hat, durch Spendenakquirierung die vom Gesetzgeber gewollte finanzielle Versorgungslücke in Höhe von fünf Prozent zu schließen.

Dr. Dagmar Federwisch, Geschäftsführerin der Asklepios-Kliniken, die ebenfalls erstmals das Hospiz besuchte, betonte die gute Wohlfühl-Atmosphäre aufgrund der ansprechenden Ausstattung mit farbenfrohen Bildern und der professionellen Ausstattung mit Hilfsmitteln.

Neuer Qualifizierungskurs

Im August beginnt ein neuer Kurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter. Infos bei Christa Schmidt unter Tel. 06696-9129913 oder christa.schmidt@paritaet-projekte.org.

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