Bock auf Bier? Die kalte Jahreszeit ist Bockbierzeit!

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In den Wintermonaten produzieren Brauereien Bockbier. Das Starkbier wärmt von innen.

Treysa. Wenn es draußen kalt wird, braut sich in Deutschlands Bier-Betrieben etwas zusammen. Jedes Jahr im Oktober wird die Bockbier-Zeit eingeläutet. Sie hält bis etwa März oder April an. Das Bockbier hat einen um etwa zwei Prozent höheren Alkohol-Anteil als herkömmliche Biere.

So gehört es sich natürlich auch im südlichen Schwalm-Eder-Kreis. "Unser Bock ist mit 6,8 Prozent ein echtes Starkbier, das gut in die kalte Jahreszeit passt", sagt Eckhard Haaß, Geschäftsführer der Privatbrauerei Haaß in Treysa. Im Sommer hingegen kommt das Bockbier als Durstlöscher nicht in Frage. Deshalb wird es ausschließlich in den Wintermonaten gebraut.

Einige Stammkunden warten förmlich auf die Bockbier-Zeit, weiß Haaß. Kein Wunder, ist das Bier doch besonders süffig, leicht süßlich und wesentlich milder als das gewohnte Pils. Das liegt vor allem daran, dass es mit weniger Hopfen eingebraut wird. Neben hellen Bockbieren, gibt es auf dem deutschen Biermarkt vor allem dunkle Sorten. Ihre Farbe erhalten die Biere durch dunkle, geröstete Malzsorten.

200 Hektoliter pro Jahr

Die Brauerei Haaß produziert jährlich 200 Hektoliter Bockbier. Wenn die vergriffen sind, gibt es keinen Nachschub. Ein erneutes Brauen von zusätzlichem Bockbier kommt für Eckhard Haaß nicht in Frage. Der Grund: "Die Produktion ist im Vergleich zu anderen Bieren einfach aufwendiger." So benötigt das Bockbier eine wesentlich längere Herstellungsdauer. Es muss mindestens drei Wochen länger lagern als Pils.

Zudem wird in seiner Herstellung mehr Malz verwendet – somit sind die Produktionskosten etwas höher als die der Pils-Sorten. Dafür erhält der Verbraucher schließlich aber ein Bier mit wenigen Bitterstoffen, das einen guten Kontrast zu allen anderen Bieren bietet und in kalten Zeiten von innen wärmt.

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