Brieffreundschaft mit Gefangenen der JVA Schwalmstadt

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Hier kommt keiner raus und meistens auch keiner rein: Mit dem Projekt „Tapetenwechsel“ des Schwarzen Kreuzes soll sich das nun ändern. Foto: Archiv

Das Projekt "Tapetenwechsel" des Schwarzen Kreuzes soll Gefangene der JVA Schwalmstadt und Zivilisten zusammenbringen.

Ziegenhain. Stacheldraht und hohe Mauern trennen die Häftlinge der JVA Schwalmstadt von der Außenwelt. Eine Möglichkeit, mit Menschen außerhalb des Gefängnisses in Kontakt zu treten gibt es kaum.

Das möchten die Mitarbeiter des Schwarzen Kreuzes ändern. Die christliche Straffälligenhilfe mit Sitz in Celle (Niedersachsen) hat das Projekt "Tapetenwechsel" ins Leben gerufen. "Wir möchten, dass sich Inhaftierte und Menschen von ‘draußen’ begegnen und dann ein halbes Jahr lang einen Briefwechsel führen", erklärt Irmtraut Meifert, die das Projekt begleitet. Sie und ihre Mitarbeiter stehen den Teilnehmern während der sechs Monate zur Seite. "Viele wissen erst einmal gar nicht, worüber sie schreiben sollen. Wir geben Denkanstöße und stehen  darüber hinaus für alle Fragen und bei allen Bedenken zur Verfügung", so Meifert.

Bevor der Briefwechsel beginnt, treffen sich die Teilnehmer am Samstag, 12. November, in der JVA Schwalmstadt. Das Kennenlernen dient dazu, Unsicherheiten abzubauen und herauszufinden, wer zueinander passt. "Es ist wichtig, dass die Teilnehmer miteinander agieren und sich so einfach besser kennenlernen. Da zeichnet sich meistens schon ab, wer einen Draht zueinander hat", sagt Meifert. Für die Inhaftierten sei der Brief meist die einzige Form Kontakt nach draußen zu halten. Und auch die Menschen mit denen sie schreiben, können sich gesellschaftlich engagieren ohne zeitlich gebunden zu sein. Nach sechs Monaten treffen sich alle noch einmal zu einer Abschlussfeier.

Informationen zum Projekt und Anmeldung (bis Mittwoch, 2. November) unter naechstenliebe-befreit.de oder unter Tel. 05141-946160.

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