Chronisch krank: Treysaer kann dank Projekt Lebens(t)raum umschulen

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Daniel Diebel im Gespräch mit Integrationsbegleiterin der Kreishandwerkerschaft Malwine Dubik (links) und Katharina Voit (rechts).

Daniel Diebel aus Schwalmstadt leidet an einer Lungenerkrankung. In seinem alten Beruf als Gärtner konnte er deshalb nicht mehr arbeiten.

Treysa. Zuverlässig, engagiert und ehrenamtlich tätig – all dies sind Eigenschaften, die sich Arbeitgeber von jungen Bewerbern wünschen und leider oftmals vermissen. Daniel Diebel vereint diese Eigenschaften allesamt. Der junge Mann aus Treysa wurde zum Gärtner ausgebildet, konnte jedoch seinen Beruf aufgrund einer chronischen Lungenschwäche nicht mehr ausüben.

Seit Sommer 2015 ist der 30-jährige Teilnehmer des Projektes „Lebens(t)raum“. Gemeinsam mit seiner persönlichen GSM-Coachin und der Integrationsbegleiterin der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder Malwine Dubik machte er sich auf die Suche nach einem geeigneten Job für seine Stärken. Der Beginn seiner Teilnahme am Projekt „Lebens(t)raum“ verlief jedoch nicht ganz optimal: „Ein angestrebtes Praktikum in der Hofpflege wurde zunächst aus betrieblichen Gründen abgesagt, doch wir gaben nicht auf und gingen weiterhin motiviert voran“, erzählt Malwine Dubik.

Und die Geduld zahlte sich aus, denn über die Gesellschaft für Beratung und Mitarbeitereinsatz (BME) erhielt Daniel Diebel die Möglichkeit, sich in der Betreuung als zusätzliche Hilfskraft der Hephata Diakonie zu erproben. „Über diese Möglichkeit war ich natürlich sehr glücklich. Deswegen wollte ich mich dort beweisen“, berichtet Daniel Diebel rückblickend. Dies gelang ihm so gut, dass er bei BME einen befristeten Vertrag erhielt und als Vertretung eingestellt wurde – ein toller Erfolg in seiner beruflichen Laufbahn.

Der positive Eindruck, den der 30-Jährige hinterließ, sorgte auch dafür, dass er eine Vertragsverlängerung von vier Monaten erhielt. Die Verantwortlichen an seiner Arbeitsstelle hielten ihn bereits zu diesem Zeitpunkt als sehr gut geeignet für diesen Beruf. Da eine weitere Vertragsverlängerung in der bisherigen Stelle leider nicht möglich war, entstand die Idee, eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer zu absolvieren.

So wurde auch die formale Grundlage für eine weitere berufliche Zukunft in seinem Wunschberuf geschaffen und Daniel Diebel absolvierte im Diakonie-Zentrum Frielendorf eine einjährige Ausbildung im Bereich der Altenpflege. Dabei wurde er auch weiterhin durch seine Coachin bei der Durchführung der schulischen Anforderungen unterstützt, sodass er im September die Abschlussprüfung erfolgreich bestand. Seit dem 1. Oktober ist Daniel Diebel als Altenpflegehelfer wieder über BME bei Hephata beschäftigt. Eine echte Erfolgsgeschichte für das Projekt „Lebens(t)raum“.

+++ Extra Info +++

Das Projekt "Lebens(t)raum"

Das Projekt „Lebens(t)raum“ unterstützt in den Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg arbeitsuchende Menschen mit Schwerbehindertengrad (bzw. Gleichstellung) bei der beruflichen Integration. Leiter des Projekts „Lebens(t)raum“ ist Andreas Schmelzer vom Jobcenter Schwalm-Eder (Tel. 06691-8068520). An der Teilnahme Interessierte können sich auch bei GSM-Projektleiterin Winnie-Doreen Citron unter Tel. 0152-52620515 melden. Ansprechpartner für Arbeitgeber ist Malwine Dubik von der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder (Tel. 05681-988175).

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