Schüler der Hephata-Förderschule in Treysa mit Corona infiziert

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Ein Schüler der Ludwig-Braun-Schule ist am Freitag positiv auf das Corona-Virus getestet worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises sind Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen ergriffen worden. Das Ergebnis seiner Mitschüler und einer Lehrkraft fiel nun negativ aus.

Aktualisierung vom 8. Oktober, 16 Uhr:

Schwalmstadt-Treysa.Die sieben Mitschüler und eine Lehrkraft des mit dem Corona-Virus infizierten Schülers der Hephata-Förderschule wurden negativ auf das Corona-Virus getestet. Der Zustand des betroffenen Schülers sei stabil. Dies erfuhr der Leiter der Hephata-Förderschule, Rolf Muster, im Laufe des heutigen Donnerstags (8.10.).

Das Positiv-Testergebnis des Schülers war am Freitagnachmittag (2.10.) bekannt geworden. Der Schüler besucht die Ludwig-Braun-Schule, einer von drei Standorten der Hephata-Förderschule in Schwalmstadt-Treysa. Dort hatte er zuletzt am 28. September am Unterricht teilgenommen und sich dann am Nachmittag krank gefühlt. Für ihn, die Klassenleitung und auch die sieben Mitschüler hatte das Gesundheitsamt nach dem Vorliegen des Testergebnisses für zunächst 14 Tage häusliche Quarantäne angeordnet. Diese ist nun für die Mitschüler wieder aufgehoben. Die Lehrkraft muss nächste Woche erneut einen Corona-Test machen und wird so lange in freiwilliger häuslicher Quarantäne bleiben.

„Wir sind sehr froh, dass das alles noch glimpflich ausgegangen ist. Vielleicht haben dazu auch unsere konsequenten Sicherheits- und Abstandsregeln – wie Einzeltische und mindestens 1,50 Meter Abstand zum Sitznachbar - beigetragen“, sagt Muster.

Erleichterung herrscht auch in der Jugendhilfe. Zwar lebt der betreffende Schüler nicht selbst in einer Einrichtung Hephatas, hatte aber Kontakt zu zwei Jugendlichen aus einer Wohngruppe und einem Trainingswohnen der Jugendhilfe.

Die Jugendlichen wurden vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft und mussten sich zunächst bis 12. Oktober in häusliche Isolation begeben. Sie wurden dafür gemeinsam in der Wohnung im Trainingswohnen untergebracht. „Die beiden Jugendlichen zeigen bis jetzt keine Symptome und gehen mit der außergewöhnlichen Lage tapfer und so gelassen wie möglich um“, sagt Bettina Götz, Regionalleiterin Mitte. Auch ihre Mitbewohner und Betreuer seien bislang ohne Symptome.

Ursprungsmeldung vom 5. Oktober:

Schwalmstadt-Treysa. Wie die Pressestelle der Hephata-Diakonie heute bekannt gegeben hat, war der Schüler am vergangenen Montag noch regulär zum Unterricht erschienen, hatte nachmittags zu Hause über ein Schwächegefühl und leichte Grippesymptome geklagt. Noch am Montagabend wurde ein Corona-Test veranlasst und der Schüler von der Schule abgemeldet.

Im Laufe des vergangenen Freitagnachmittags wurde dann das positive Testergebnis bekannt. Das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises nahm Kontakt zur Klassenleitung auf und ließ sich die Sitzordnung und Kontaktliste übermitteln. Außerdem übernahm die Behörde die Kommunikation mit den Schülern und Eltern. Sowohl die Klassenleitung als auch die sieben Mitschüler sollten laut Information des Gesundheitsamtes zur Unterbrechung der Infektionskette für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen.

„Wenn man überhaupt von Glück reden kann, dann haben wir Glück gehabt, dass die Infektion zu Beginn der Ferien aufgetreten ist und so nicht noch den Schulbetrieb betroffen hat“, sagt Rolf Muster, Leiter der Hephata-Förderschule. Im betreffenden Klassenraum hätten die Schüler jeweils an Einzeltischen und mit Abstand von mindestens 1,50 Metern zu einander gesessen. „Wir haben sehr genau auf die Handhygiene und das Tragen von Mund-Nase-Schutz außerhalb des Klassenraums geachtet, zudem auch das regelmäßige Querlüften umgesetzt“, so Muster.

Der betroffene Schüler lebt nicht in einer Wohngruppe der Hephata Diakonie. Jedoch wurden zwei Jugendliche aus einer Wohngruppe und einem Trainingswohnen der Hephata-Jugendhilfe vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft. Auch diese mussten sich am Freitagnachmittag in häusliche Isolation begeben.

„Bislang zeigen weder die beiden Jugendlichen noch Mitbewohner oder Mitarbeitende Symptome. Wir haben für die beiden betroffenen Einrichtungen trotzdem erhöhte Schutzmaßnahmen ergriffen“, sagt Bettina Götz, Regionalleiterin Mitte. Die beiden Jugendlichen blieben in ihren Zimmern und würden von den Mitarbeitenden versorgt. Über walki talkis stünden sie in Kontakt zu den anderen Jugendlichen. Mitarbeiter, die zu den Jugendlichen in die Zimmer gingen, trügen zertifizierte FFP-Schutzmasken.

Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt sagt: „Die Corona-Pandemie verlangt uns, unseren Mitarbeitenden und Klienten sehr viel Engagement und Flexibilität ab. Auf der einen Seite achten wir sehr genau auf die strikte Einhaltung der Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen, auf der anderen Seite gehört zu einer qualitativ hochwertigen Arbeit mit und für Menschen auch die emotionale Zuwendung und körperliche Präsenz. Die Rahmenbedingungen für soziale und pflegende Tätigkeiten sind in diesen besonderen Zeiten mehr als erschwert. Unsere Mitarbeitenden bringen da jeden Tag aufs Neue vollen Einsatz.“

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