Dietrich Hahn hat seine Entscheidung Auszubildenden einzustellen nicht bereut

Bildet weiter aus: Geschäftsführer Dietrich Hahn mit den beiden Auszubildenden im ersten Jahr, Ella-Sophie Staab und Georg Pfeifer.
+
Bildet weiter aus: Geschäftsführer Dietrich Hahn mit den beiden Auszubildenden im ersten Jahr, Ella-Sophie Staab und Georg Pfeifer.

Die Hahn Getränke-Union GmbH Co. KG aus Frielendorf ist ein Beispiel für einen Betrieb, der sich im Vorjahr trotz aller Unsicherheit erneut für Ausbildung entschieden und auch die Ausbildungsprämie aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ genutzt hat.

Schwalm-Eder. Betriebliche Ausbildung sichert den Fachkräfte-Nachwuchs von morgen. Die Corona-Krise lässt jedoch manche Unternehmen bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen zögern. Die Hahn Getränke-Union GmbH Co. KG aus Frielendorf ist ein Beispiel für einen Betrieb, der sich im Vorjahr trotz aller Unsicherheit erneut für Ausbildung entschieden und auch die Ausbildungsprämie aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ genutzt hat. Diese können Unternehmen erhalten, wenn sie genauso viele oder mehr jungen Menschen ausbilden als in den Jahren zuvor. Das Bundeskabinett hat kürzlich diesen Azubi-Schutzschirm verlängert und die Förderung ausgeweitet.

Die Fördermöglichkeiten haben auch bei der Hahn Getränke-Union eine Rolle gespielt, wo im vorigen Sommer zwei Auszubildende angefangen haben. Georg Pfeifer lernt dort Fachinformatiker für Systemintegration, Ella-Sophie Staab Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement. Die Ausbildungsprämie ist nach den Worten von Geschäftsführer Dietrich Hahn ein Anreiz gewesen, einen Auszubildenden zusätzlich einzustellen. Zu den rund 400 Kunden des Unternehmens zählten Gastronomen, die derzeit wegen des Lockdowns keine Ware abnehmen können. Der größte Umsatzanteil wird aber in den eigenen Getränkefachmärkten „Getränke Quelle“ erzielt, die systemrelevant sind und immer geöffnet waren. „Wir setzen alles daran, dass es für die Auszubildenden keine Einschränkung bei der betrieblichen Ausbildung gibt“, so Hahn. „Das funktioniert gut und wir haben die Entscheidung, sogar verstärkt auszubilden, nicht bereut.“

„Die Arbeitsagentur appelliert an die Betriebe, trotz der Pandemie möglichst nicht in ihrem Ausbildungs-Engagement nachzulassen“, sagt Bernd Wilke, Geschäftsführer operativ bei der Agentur für Arbeit Korbach, die auch für den Schwalm-Eder-Kreis zuständig ist. „Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist zwar deutlich niedriger als im Vorjahr, aber aktuell suchen noch über 300 junge Menschen im Schwalm-Eder-Kreis eine Ausbildungsstelle. Bei Fragen zur Ausbildungsprämie oder anderen Fördermöglichkeiten für Ausbildungsplätze berät unser Arbeitgeberservice gern.“

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Ausbau der A 49 dient der Zukunftssicherung
Schwälmer Bote

Ausbau der A 49 dient der Zukunftssicherung

Staatsminister Tarek Al-Wazir wird vorgeworfen, den Weiterbau der A 49 zu verzögern.
Ausbau der A 49 dient der Zukunftssicherung

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.