Echter Hingucker: Die neogotische Kirche in Seigertshausen

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Keine Kirche wie jede: Das Gotteshaus in Seigertshausen ist ein echter Hingucker, vor allem wenn es zu feierlichen Anlässen abends beleuchtet wird. Foto: Seeger

Die neogotische Kirche in Seigertshausen gilt als schönste im Altkreis Ziegenhain. Jetzt wird sie abends sogar beleuchtet.

Seigertshausen. Wer schon einmal zu Besuch in Seigertshausen war, dem ist ganz sicher ein Bauwerk besonders ins Auge gefallen: die evangelische Kirche. Sie gilt als schönste im Altkreis Ziegenhain. Der markante, neogotische Bau wird seit dem 1. Advent vergangenen Jahres zu besonderen Anlässen beleuchtet.

Aber auch ohne Extra-Beleuchtung ist die Kirche ein echter Hingucker. Sie wurde in den Jahren 1866 bis 1869 erbaut. Das imposante Gotteshaus verfügt über einen Chorraum und ein kleines Kreuzgewölbe.

Baumeister war damals übrigens kein Geringerer als Peter Zindel. Der sollte später als Architekt des Historismus Karriere machen. So war er unter anderem auch verantwortlich für die katholische Pfarrkirche in Amöneburg, die St. Joseph-Kirche in Gelsenkirchen und für das Rathaus in Essen. "Die Kirche sollte erst einen hölzernen Turm erhalten. Dagegen hatte sich der Kirchenvorstand mit dem damaligen Pfarrer gewehrt. Dann bekam sie einen Turm aus Stein bis in die Spitze hinein", weiß Pfarrer Reinhard Keller.

Noch immer gut erhalten

Das Besondere an der Seigertshäuser Kirche: Sie ist zu großen Teilen noch immer einheitlich im neugotischen Stil erhalten. "Nur die Orgel wurde in den 1960er Jahren in ihrer Tonlage verändert. Und die Glasfenster in der Kirche wurden in 1966 ausgetauscht", sagt Keller. Übrigens ist das Geläut der Kirche überall im Stadtteil gut hörbar. Das liegt an den drei großen Glocken. Die älteste stammt aus dem Jahr 1912, die jüngste aus 1966.

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