Eintracht Stadtallendorf: Reiner Bremer bewahrt Ruhe

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Im Interview: Reiner Bremer und Redakteur Michael Seeger.

Derzeit kämpft Eintracht Stadtallendorf um den Klassenerhalt. Trotzdem stehen Vorstand, Trainer und Spieler nicht unter Druck.

Stadtallendorf. Fünf Spiele sind in der aktuellen Saison der Regionalliga Südwest noch zu vergeben. Punkte, die die Eintracht aus Stadtallendorf bitter nötig hat. Zumindest dann, wenn sie den Klassenerhalt noch schaffen möchte. Beim Tabellenvorletzten aus Oberhessen bewahrt man dennoch die Ruhe, wie unser Interview mit Eintracht-Chef Reiner Bremer zeigt:

lokalo24. de: Herr Bremer, Sie haben Ihren Vertrag mit Cheftrainer Dragan Sicaja trotz drohendem Abstieg um ein Jahr verlängert. Warum?

Reiner Bremer:Weil wir immer gesagt haben, dass wir die Entscheidung nicht vom Tabellenplatz abhängig machen werden. Die Zusammenarbeit ist von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Also haben wir ihm die Verlängerung angeboten. Er hat nicht lange überlegt und zugesagt.

lokalo24. de: Für welche Liga planen Sie aktuell?
Reiner Bremer: Seit der Winterpause planen wir zweigleisig. Wir wussten, dass wir immer einen Plan B in der Schublade haben müssen. Unsere Planungen sind sogar ungewöhnlich weit fortgeschritten.

lokalo24. de: Viele Spieler haben in jüngster Vergangenheit ihre Verträge verlängert. Ist die Eintracht wichtiger als die Liga, in der sie spielt?
Reiner Bremer:Ja. Wir konnten wichtige Spieler an uns binden. Sie haben dieses Projekt, dass wir hier gestartet haben, verstanden. Sollten wir jetzt dahin zurückgehen, wo wir vor zwei Jahren herkamen, dann kommen sie mit.

lokalo24. de: Ihre Kollegen aus anderen Vereinen wären in Ihrer Situation sicher nicht so ruhig und besonnen.
Reiner Bremer: Wir sind realistisch. Als wir überraschend aufgestiegen sind, wurden unsere Erwartungen an die Regionalliga weit übertroffen. Wir mussten erst einmal mit den Herausforderungen klarkommen. Wir waren sehr motiviert, drin zu bleiben. Im ersten Jahr hat es geklappt. Sollte es jetzt nicht reichen, bleiben wir dennoch ruhig. Wir machen keine Hauruck-Aktionen mit denen wir über die Stränge schlagen würden. Und: Wir werden nicht vergessen, wem wir das alles zu verdanken haben.

lokalo24. de: Dragan Sicaja?
Reiner Bremer: Na klar. Der Weg, den wir seit vier Jahren gehen, ist eine Team-Leistung. Da haben viele ihren Anteil dran. Zum Beispiel auch die Stadt. Sie hat vieles möglich gemacht. Aber den sportlichen Aufstieg hätten wir ohne Dragan Sicaja nicht geschafft.

Das nächste Spiel findet am Samstag, 20. April, gegen Elversberg statt. Anpfiff der Partie im Herrenwaldstadion Stadtallendorf ist um 14 Uhr.

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