DRK eröffnet neue Rettungswache in Ziegenhain

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Besucher können sich beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild von der neuen Wache machen.

Ziegenhain. Damit die Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz am Standort Ziegenhain einen zeitgemäßen Arbeitsplatz haben, wurde innerhalb der vergangenen 15 Monate eine neue Rettungswache im Industriegebiet Saure Wiesen errichtet. „Sie dürfte die modernste ihrer Art sein und das über die Landesgrenze hinaus. Sollte dieses nicht zutreffen, dann ist sie für mich auf jeden Fall die schönste Rettungswache in Hessen“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau. Beim Tag der offenen Tür am Samstag, 15. September (siehe unten), können sich alle selbst ein Bild davon machen.

Der Bau des drei Millionen-Projekts wurde nötig, da die alte Rettungswache in der Robert-Koch-Straße, in der sich die Verwaltung und die Sozialstation befinden, mit wachsender Mitarbeiterzahl zu klein wurde. So gab es beispielsweise nur eine Dusche für das gesamte Personal.

In der neuen Wache ist das anders, die ist nämlich 1.200 Quadratmeter groß. Aufgeteilt ist sie in zwei Bereiche. Ein Teil ist für öffentliche Veranstaltungen wie Erste Hilfe-Kurse und interne Schulungen vorgesehen. Der zweite Teil ist einzig für die Einsatzkräfte vorgesehen. Dort befinden sich neben mehreren Büroräumen unter anderem Ruheräume und Umkleidekabinen.

Bedürfnisse wurden berücksichtigt

Der Bereich für die DRK-Mitarbeiter ist funktional konzipiert und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. In Zukunft werden sie in separaten Umkleidebereichen ihren Dienst antreten und auch ohne Stress wieder in den Feierabend gehen. Jeweils drei Duschen stehen dabei männlichen wie weiblichen Mitarbeitern zur Verfügung.

Gleich daneben ist ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit Tischen, Stühlen, einem Sofa und Fernseher entstanden. Außerdem gibt es eine Küche, ausgestattet mit einem Detail, auf das die Mitarbeiter bestanden haben: ein Schalter, der den Herd und Ofen automatisch nach 30 Minuten ausstellt. „Wenn sich die Mitarbeiter gerade Essen zubereiten und sie zu einem Einsatz gerufen werden, sollen sie nicht noch daran denken, den Herd bzw. den Ofen auszustellen“, erklärt Lau.

Durch eine Treppe schließt sich ein Fitnessraum an, den die Mitarbeiter rund um die Uhr nutzen können. „Das ist auch ein Meilenstein. So etwas kennt man sonst nur von Polizei und Feuerwehr“, sagt der Kreisgeschäftsführer. Damit sich die Einsatzkräfte während ihrer langen Dienste auch ausruhen können, wurden darüber hinaus fünf von einander getrennte Ruheräume eingerichtet.

Fahrzeughalle mit zwölf Stellplätzen

Etwa 500 Quadratmeter umfasst die Fahrzeughalle mit insgesamt zwölf Stellplätzen. Darunter fallen fünf Krankentransport-Fahrzeuge, drei Rettungswagen und vier Ersatzfahrzeuge. Direkt daneben gibt es eine Waschhalle, um die Fahrzeuge nach Infektionsfahrten zu reinigen und zu desinfizieren. Daran schließt sich eine Desinfektionsschleuse für die Einsatzkräfte an. Bis zum Tag der offenen Tür werden letzte Kleinigkeiten durch Handwerksfirmen erledigt. Im Anschluss kann die Arbeit in der neuen Rettungswache aufgenommen werden.

Tag der offenen Tür

Das DRK lädt für Samstag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür auf das Gelände im Krusborn ein. Zu feiern gibt es neben der Eröffnung der neuen Wache auch noch einen Geburtstag. Der DRK Kreisverband Schwalm-Eder ist in diesem Jahr nämlich 40 Jahre alt geworden. „Am 1. Januar 1978 haben sich die damals selbstständigen DRK-Kreisverbände Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain zusammengeschlossen. Rückblickend war das eine kluge und zur damaligen Zeit revolutionäre Entscheidung. Der Zusammenschluss wirkt sich bis heute positiv auf die Verbandsarbeit aus, weil damals der Grundstein für eine überlebensfähige Größe geschaffen wurde“, sagt DRK-Kreisvorsitzender Winfried Becker.

Beim Tag der offenen Tür erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. So gibt es unter anderem eine Ausstellung von modernen und historischen Rettungsfahrzeugen. Auch die Rettungshundestaffel wird vor Ort sein und über ihre Arbeit berichten.

Darüber hinaus gibt es viele Mitmach-Stationen. So können die Besucher in den Flugsimulator steigen und die Arbeit der fliegenden Rettungskräfte nachempfinden. Wie sich Alkohol auf den Körper auswirkt und wie es sich anfühlt, wenn man im Seniorenalter ist, können die Gäste durch Simulationsbrille und -anzug herausfinden.

Die kleinen Besucher können sich außerdem schminken lassen oder die Schaumkuss-Wurfmaschine ausprobieren. Für das leibliche Wohl ist mit Getränken, Würstchen und Pommes gesorgt. Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Treysa werden darüber hinaus landestypische Spezialitäten anbieten. Zwischen 11 und 13 Uhr sind Getränke und Essen sogar kostenlos.

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