Auf Feiern und Events macht Caterer Timo Cäsa aus Neukirchen mit mobilem Grill "Heisse Kiste" auf sich aufmerksam

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Einen Meter und 30 Zentimeter lang, 50 Zentimeter breit, unscheinbar: Die „Heisse Kiste“ von Timo und Miriam Cäsa ist gefragt auf Familien- und Firmenfeiern.

Neukirchener Timo Cäsa weiß, wie Fleisch besonders lecker zubereitet wird. Dafür lässt er sich mit seinen "Heissen Kisten" auch Zeit: Rund 13 Stunden!

Neukirchen. Bei ihm wird das Grillen zum Event: Wann immer Timo Cäsa seine „Heisse Kiste“ anschmeißt, tummeln sich zig Neugierige um sein eigens angefertigtes Grillgerät. Regelmäßig wird der Neukirchener dadurch zum Hingucker auf Familienfeiern, Firmen-Events und Weihnachtsmärkten. Die „Heisse Kiste“ ist aber nicht nur etwas fürs Auge, sondern vor allem für den Gaumen. „Der absolute Renner ist das Spanferkel“, verrät Cäsa. Von dem schwärmen Menschen aus der gesamten Bundesrepublik – und auch Promis wie Harry Wijnvoord. Sie genießen Cäsas Essen jeden ersten Samstag im Monat im Wohnmobilpark im Neukirchener Urbachtal. „Erst kommt die Sau in die Kiste, dann der Deckel und schließlich die Kohlen drauf. Wir arbeiten nur mit Oberhitze“, erklärt Cäsa das Grill-Prozedere.

Aber was genau macht sein Grillgut leckerer als jenes, das auf herkömmliche Art zubereitet und erhitzt wird? „Viele fragen mich das. Es bleibt aber natürlich mein Geheimnis“, stellt der Feinschmecker aus dem Knüll klar. Und so können seine begeisterten Kunden nur rätseln: Möglicherweise liegt es daran, dass die Kiste – ist sie einmal geschlossen und erhitzt – erst nach etwa fünfeinhalb Stunden erstmals wieder geöffnet wird. „Wir geben dem Fleisch die Zeit, die es auch benötigt“, sagt Cäsa. Das gilt nicht nur für die Spanferkel, sondern auch für die Schwälmer Hotdogs (Kartoffelbratwurst mit Zwiebeln und Spezialsoße), die Hähnchenschenkel, Schweinehaxe und alles andere, was Timo Cäsa und dessen Frau Miriam auf den Grill bringen.

Platt wie eine Flunder: Das Spanferkel aus der Kiste.

Die Idee zur Kiste brachte Cäsa aus den USA mit

Bleibt die Frage, wie Cäsa überhaupt auf die Idee kam, eine „Heisse Kiste“ zu bauen. „Mein Opa stammt aus Boston. Aus den USA habe ich die Idee mitgebracht. Die Menschen drüben sind uns um Jahre voraus, was das Grillen angeht“, erklärt der 40-Jährige. Gekocht habe Cäsa schon immer gern. Seit etwa sechs Jahren grille er zudem leidenschaftlich. Mit der Idee seiner „Heissen Kiste“ im Gepäck, machte er sich auf den Weg zu seinem Freund Klaus Hünerkopf, der in Neukirchen seine eigene Manufaktur führt. Zusammen überlegten beide, wie sie die Idee in die Tat umsetzen könnten. „Es sollte so einfach wie möglich sein“, erinnert sich Cäsa.

Nach einigem Tüfteln war es dann soweit: Eine unscheinbare Kiste, einen Meter und 30 Zentimeter lang, 50 Zentimeter breit war entstanden. Kein Thermometer, kein Schnickschnack. Von da an hat er seine schlichte Kiste immer wieder in Betrieb genommen, um zu experimentieren. Heute hat Cäsa längst den Bogen raus: „Ich weiß, wie viele Kohlen ich brauche und wie lange das Fleisch benötigt, um am Ende so zu schmecken, dass es die Leute so schnell nicht wieder vergessen“, sagt der Neukirchener. Und weil seine Grillkunst so gefragt ist, hat Cäsa weitere Kisten gebaut. Inzwischen verfügt er über zwei große Exemplare und ein kleines. Was ursprünglich als reines Hobby gedacht war, ist dadurch zum Nebenerwerb geworden.

Ihren Erfolg haben Cäsas wohl ihrer Hingabe zum Detail zu verdanken. Denn: „Auch die Rubs – das sind Trockengewürze mit denen unser Fleisch verfeinert wird – mischen wir selbst zusammen“, erklärt das Ehepaar. Dabei spielt der lokale Bezug eine Rolle. Eine von Cäsas beliebtesten Gewürzmischungen trägt den Namen „Babiller Magic“ und spielt auf den Schmetterling, das Symboltier der Neukirchener an. Außerdem bestelle er sein Fleisch ausschließlich beim Metzger vor Ort. „Alle Tiere, die in meiner Kiste landen, wurden vorher in den Nachbargemeinden Willingshausen und Schrecksbach gehalten“, verspricht Cäsa. Übrigens: Wer glaubt, dass der 40-Jährige kaum Arbeit damit habe, sein Fleisch servierfertig zu machen, der täuscht. Ein einziges Grillereignis bedeute für Cäsa stolze 13 bis 14 Stunden Arbeit.

Auf den Geschmack gekommen? Infos darüber, wo der außergewöhnliche Grill demnächst angeschmissen wird, gibt auf Facebook unter „Heisse Kiste“.

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