Fest der Kulturen: So schön war das Multi-Kulti-Fest in Treysa

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Ein Multi-Kulti-Fest in Treysa begeisterte die Besucher: Das erste "Fest der Kulturen" zog viele Menschen aus unterschiedlichsten Nationen während der EXTRA TIP-Entdeckertage an die Ruine Totenkirche.

Am Samstag erlebten all diejenigen Entdecker, die den Weg in den Schwalmstädter Stadtteil Treysa gefunden hatten, ein wundervolles und friedliches Miteinander. Zum ersten Mal überhaupt fand an der Ruine Totenkirche in der Altstadt das „Fest der Kulturen“ statt.

Ein beinahe pausenloses Programm von 14 Uhr bis nach Mitternacht und mehr als ein Dutzend Live-Acts begeisterten die Besucher. Für Spontanität sorgten die vielen „Programmanfragen“ zwischendurch. Immer wieder gab es kleine Gesangs- oder Tanzeinlagen, die zuvor nicht eingeplant waren. So entstand eine einzigartige Atmosphäre in der Stadt der 80 Nationen.

Den Impuls zur riesigen Multi-Kulti-Party hatte im vergangenen Jahr die „Pepperland Group“ gegeben. Getragen, organisiert und durchgeführt wurde das Fest dann schließlich von einer Kooperation der örtlichen Kulturschaffenden mit der Stadt Schwalmstadt. Das „Fest der Kulturen“ wurde zum Selbstläufer. Viele Menschen unbekannter Herkunft begegneten sich mit Respekt, sie tauschten sich über ihre Kulturen aus, zeigten ihre Tänze und Bräuche. Auf der Bühne zogen unter anderem die Schüler aus Tschernobyl, die Musiker Hamid Baroudi (Kassel) aus Algerien, Mil Santos (Berlin) aus Kolumbien und „Absinto-Orkestra“ (Mainz) alle Blicke auf sich.

Die vielen Kinder tobten sich auf der Hüpfburg und beim Bungy-Running aus. Ihr Geschick konnten sie unter anderem bei verschiedenen Jonglage-Übungen, Dosen-Werfen und an vielen Spielstationen schulen. Rhythmisch ging es beim Trommelkurs für Jedermann mit Herbert Wölfel zu.

Natürlich durfte aber auch das beliebte Kinderschminken nicht fehlen. Die Schlange beim Schminken war zwischenzeitlich gar so lang, dass Besucherin Kerstin Seeger spontan einsprang, um möglichst vielen Kindern ihre Wünsche zu erfüllen. Sie verwandelten sich kurzerhand in Eisköniginnen, Tiger, Löwen und Co. Wer sich zwischendurch stärken wollte, der hatte die Qual der Wahl. Von der üblichen Grillwurst mit Pommes, über Thai-Spezialitäten bis hin zu afrikanischen Speisen aus dem Kasseler Restaurant „Abessina“ – das „Fest der Kulturen“ war auch ein Fest der weltlichen Küche.

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