Flauschige Hochlandbewohner - Bei Familie Sporleder in Sebbeterode haben 7 Alpakas ein neues Zuhause gefunden

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Alpaka-Eltern: Talli Keller und Simon Sporleder mit Gordi und Ernie.
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Ernie, Bruno, Karlsson, Gordi, Alfons, Rieke und Maximiliane sind die Ruhe selbst. Die sieben Hochlandalpakas haben in Gilserberger Hochland ein neues Zuhause gefunden und fühlen sich auf dem Hof von Familie Sporleder pudelwohl. 

Gilserberg-Sebbeterode. Laut Wikipedia sind Alpakas eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet wird. Der Bestand in Peru liegt bei etwa 3,5 Millionen Tieren, was circa 80 Prozent des weltweiten Bestandes ausmacht. Doch nicht nur im Hochland der Anden fühlen sich die flauschigen Tiere wohl, sondern auch im Gilserberger Hochland. Seit Frühjahr dieses Jahres lebt eine kleine Alpaka-Herde auf dem Hof von Familie Sporleder am Ortsrand von Sebbeterode.

Ernie, Bruno, Karlsson, Gordi, Alfons, Rieke und Maximiliane sind die Ruhe selbst. Gemächlich schlendern die Tiere mit den entzückenden Gesichtern über die Weide, schauen mit ihren Knopfaugen, den vorbeifahrenden Autos und Radfahrern hinterher. Doch wenn Simon Sporleder sich einen Eimer mit Kraftfutter schnappt und zu rascheln beginnt, richten sich die sieben Augenpaare gleich auf ihn. Neugierig scharren sich die Alpakas um dem jungen Landwirt, um etwas von den Leckereien abzubekommen.

Angefangen hat seine Passion für die in unserer Region noch seltenen Tiere im Frühjahr vergangenen Jahres. Zusammen mit seiner Freundin Talli Kellner sei er bei einer Alpaka-Schau in der Hessenhalle in Alsfeld gewesen, erinnert sich Simon Sporleder. Vom Alpaka-Fieber angesteckt folgte der Besuch eines Tagesseminars über die Tiere. Danach war dem jungen Paar recht schnell klar, dass sie auf dem Hof der Familie Sporleder selbst Alpakas halten wollen, so der frischgebackene Landwirtschaftstechniker.

Gesagt getan: Im Frühjahr zogen mit Ernie, Karlsson, Gordi, Rieke und Maximiliane die ersten fünf neuen Bewohner in einen extra für sie umgebauten Stall ein. Anfang Juni folgten dann Bruno und Alfons. Und die Herde soll noch wachsen. Stute Rieke erwartet Ende August erstmals Nachwuchs.

„Die Eingewöhnungsphase ist jetzt vorbei,“ , blickt Simon Sportleder auf die ersten Monate zurück. Die Tiere haben sich gut an die teilweise ungewohnten Geräusche wie Treckerklappern und Hundegebell gewöhnt. „Es ist uns wichtig, dass sie sich hier wohlfühlen. Nun geht es in die ersten Arbeitsphasen“. So steht seit einiger Zeit für die fünf Hengste Halftertraining an. Behutsam werden die zutraulichen, liebevoll blickenden Tiere von Talli Kellner und Simon Sporleder an ihre künftigen Aufgaben herangeführt.

„Ab Ende Sommer/Anfang Herbst wollen wir die ersten Wanderungen anbieten“, kündigt Simon Sporleder an. Ob zu therapeutischen Zwecken oder als Attraktion für Kinder - die zutraulichen und neugierigen Tiere seien die idealen Begleiter für Spaziergänge durch das Gilserberger Hochland, ebenso wie beliebte Fotomodels beispielsweise bei Hochzeitsfotos mit Brautpaar. Termine und weitere Infos werde es bei Facebook und Instagram unter „Hochland Alpakas“ geben. „Mit der Alpaka-Herde wollen wir uns ein neues Standbein aufbauen“, fasst der junge Landwirtschaftstechniker das Ziel für die kommenden Monate zusammen.

An Ideen für ihr ungewöhnliches Projekt mangelt es Talli Kellner und Simon Sporleder nicht. Nachdem ihre sieben Wuschelköpfe Anfang Juli erstmals geschert worden sind, wollen die jungen Landwirte die wertvolle Wolle, die in Südamerika als das „Vlies der Götter“ bezeichnet wird, zu Strickwaren verarbeiten lassen. Und auch der Kot der Alpakas kann genutzt werden. „Besonders reich an Stickstoff, Phosphor und Kali, ergibt er einen guten Natur-Trockendünger“, so Sporleder abschließend.

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