250 Flüchtlinge im China Park - Imbiss-Betreiber wittert Geschäft

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Im China Park in Ziegenhain sind 250 neue Flüchtlinge angekommen. Jetzt wittert ein Imbiss-Betreiber das große Geschäft.

Ziegenhain. 250 weitere Flüchtlinge erreichten am Wochenende den China Park in Ziegenhain. Wie Michael Schneider, Büroleiter der Kreisverwaltung in Ziegenhain mitteilt, kamen die Asylsuchenden am Samstagmorgen, gegen 2.15 Uhr, in Ziegenhain an. Auf sechs Reisebusse verteilt, gelangten 130 Männer, 55 Frauen und 65 Kinder, in den China Park. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Irak.

Imbiss-Betreiber wittert das große Geschäft

"Für den Sonntag waren zusätzliche 180 Menschen angekündigt. Die sind aber nicht gekommen", sagt Schneider auf unsere Nachfrage. Dass die für Sonntag angekündigten Flüchtlinge nicht gekommen sind, ärgert vor allem Fahri Kaya. Er freut sich über jeden einzelnen Neu-Ankömmling.

Denn: Kaya ist Betreiber der kleinen Imbiss-Bude "Fari Döner & Pizza" auf dem Gelände der Firma "Schwälmer Motorgeräte", direkt neben dem Haupteingang zum China Park. Seit etwa einem Monat steht er täglich am Grill seiner Imbiss-Bude.

Als er erstmals eröffnete, ahnte er nicht, dass aus dem benachbarten Messegelände eine Außenstelle der Gießener Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge werden sollte. Als er schließlich davon erfuhr, rieb er sich gedanklich die Hände. "Ich habe gedacht, dass die Flüchtlinge dann zu mir rüber kommen, um zu essen", sagt Kaya gegenüber unserer Zeitung.

Doch schnell die Ernüchterung: Die asylsuchende Kundschaft bleibt aus. Mehr als ab und an ein paar Pizzen und Döner für die Mitarbeiter der Sicherheits-Firma ist für den Imbiss-Betreiber momentan nicht drin. "Die Flüchtlinge haben einfach kein Geld. Und die gehen alle sowieso wieder weg. Die wollen ja nicht dauerhaft hier bleiben", glaubt Kaya.

Und tatsächlich: Aktuell befinden sich nur 169 Flüchtlinge im China Park. "Einige sind also schon wieder zu uns unbekannten Zielen abgereist. Sie sind ja schließlich freie Menschen", bestätigt Schneider.

Und so hofft Kaya, dass wenigstens ein paar Berufstätige weiterhin ihre Mittagspause in seinem Imbiss machen. Ob das Geschäft allein damit gut läuft? "Es geht", sagt der Unternehmer lächelnd. Die Hoffnung auf den Aufschwung seines Geschäfts durch die Flüchtlinge will er aber nicht ganz aufgeben. "Vielleicht kommen sie ja doch noch. Es könnte ja sein", sagt er.

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