"Forum-Asyl.Schwalmstadt" lud zum kulinarischen Abend ein

+
Leckereien: Kunstvoll richteten die äthiopischen und eri­t­re­ischen Frauen die Speisen auf großen Platten an, von denen gemeinsam am Tisch gegessen wurde.

Frauen aus Äthiopien und Eritrea richten traditionelle Essen zu.

Treysa. Getragen von den rhythmischen Klängen afrikanischer Trommeln und dem süßlich-würzigen Duft fremder Gewürze entflohen am Dienstagabend knapp 50 Gäste einem tristen deutschen Regenabend: In der Hephata-Cafeteria in Treysa hatte das „Forum-Asyl.Schwalmstadt“ zu einem kulinarischen Kurztrip nach Äthiopien und Eritrea eingeladen.

Schon die farbenfrohe Einladungskarte hatte Lust auf einen exotischen Abend geweckt und die zahlreich erschienenen Besucher wurden nicht enttäuscht. Sie erwartete neben einer Vielfalt an landestypischen Speisen auch ein Rahmenprogramm, um einen Einblick in die kulturellen Bräuche und Essgewohnheiten der beiden Länder zu bieten. Das circa zweistündige Programm wurde von Kesanet Teklmareyam Fesuh gemeinsam mit weiteren Helferinnen vorbereitet. Die Flüchtlingsfrauen, die inzwischen in Treysa leben und arbeiten, wollten mit diesem Abend den vielen Menschen, die ihnen bei ihrer Ankunft in Deutschland geholfen haben, ihren Dank zeigen.

Zusammen mit der ehrenamtlichen Helferin Gerda Romeike und der Projektkoordinatorin des „Forum-Asyl.Schwalmstadt“ Clara Förster hatten die Frauen bereits am Nachmittag viele Stunden in der Küche gestanden und Gerichte wie das scharfe Hühnchen „Derhosebbi“, „Sils“ (eine Paste aus Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch) oder den Linsenbrei „Alcaades“ vorbereitet.

Ganz traditionell wurde beim Essen auf Messer und Gabel verzichtet und die Speisen unter Zuhilfenahme eines Buchweizenfladens „Injera“ mit den Händen zum Mund geführt. Zuvor reinigten die Gäste ihre Hände in einer Schale mit Wasser, die am Tisch herumgereicht wurde. Die kommunikative Art des gemeinsamen Essens, die intensiven, leicht scharfen Aromen von Fleisch und Hülsenfrüchten und ein Schluck des selbstgemachten Honigweins lockerten die Stimmung, und bald wurde ausgelassen in der Mitte des Raums getanzt. Weihrauchschwaden sorgten für ein besonderes Flair.

Währenddessen begann Birhan Samuel mit der traditionellen Kaffeezeremonie, bei der die Bohnen in einer kleinen Schale über offenem Feuer geröstet, frisch gemahlen und in einer Tonkaraffe mehrfach wieder aufgekocht werden. Am gesamten Abend wurde viel gelacht, etwa als der älteste Mann in Raum gefunden werden musste, um das Brot anzubrechen. Die Gäste lernten auch viel Neues kennen, zum Beispiel das Wort „Buruk Megbi“, das „guten Appetit“ auf Tigrinya bedeutet, einer der Landessprachen in Eritrea und Nord-Äthiopien.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

780 Teilnehmer gehen beim Kellerwald Bikemarathon an den Start

In Gilserberg hat am Wochenende offiziell die Fahrradsaison in Deutschland begonnen.
780 Teilnehmer gehen beim Kellerwald Bikemarathon an den Start

21. Kellerwald Bikemarathon findet in Gilserberg statt

Am Sonntag wird die Fahrradsaison wieder offiziell in Gilserberg eröffnet.
21. Kellerwald Bikemarathon findet in Gilserberg statt

Verlosung: Jetzt Karten für Regionalliga-Spiel zwischen Stadtallendorf und Ulm gewinnen

Wer die Regionalliga-Fußballer des TSV Eintracht Stadtallendorf im Abstiegskampf unterstützen möchte, kann jetzt Freikarten für das Heimspiel gegen den SSV Ulm gewinnen
Verlosung: Jetzt Karten für Regionalliga-Spiel zwischen Stadtallendorf und Ulm gewinnen

2,5 Tonnen schwerer Häcksleranhänger in Michelsberg gestohlen

Die Unbekannten haben den Anhänger von einem Hofgrundstück gestohlen.
2,5 Tonnen schwerer Häcksleranhänger in Michelsberg gestohlen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.