Fotostrecke zum Eisbaden: So unerschrocken begrüßten die Neukirchener das neue Jahr

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In Neukirchen stürzten sich besonders Wagemutige am Neujahrstag in eiskalte Fluten.

Das neue Jahr mit einem Sprung ins kalte Wasser zu begrüßen, war diesmal zu gefährlich, denn auf der Oberfläche des Neukirchener Schwimmbads trieb eine gut fünf Zentimeter dicke Eisschicht. Doch die Schwimmer des LTV Neukirchen wollten sich auch bei der 20. Auflage des traditionellen Neujahrsbadens nicht abhalten lassen, deshalb waren fleißige Helfer bereits im Vorfeld tatkräftig im Einsatz, um wenigsten eine schmale Rinne zu schaffen.

Martin Theune und seine Mitstreiter rückten dem Eis mit Äxten, Spaten und Feuerwehrhaken zu Leibe, doch immer wieder trieben kleinere und größere Schollen zurück. Unterdessen bereiteten sich 44 Unerschrockene seelisch und moralisch auf das eisige Badevergnügen vor, während nochmal so viele Zuschauer nur bei dem Gedanken daran zu frieren begannen.

„Ich war neunmal bei der Vorbereitung dabei“, gab sich Debütantin Lisa-Marie Kahlmeyer zuversichtlich - andere Erstlinge, wie etwa Anna und Isabella Bach, sahen dem Gang in die eiskalten Fluten weniger optimistisch entgegen. Dr. Birgit de Taillez und Horst Möller nutzten das Drei-Meter-Brett letztmalig für ihre Neujahrsansprache – nach 20 Jahren übergaben sie den Staffelstab an die jüngere Generation. „Jedes Jahr schließen deutschlandweit 80 Schwimmbäder – unseres hat bis jetzt überlebt“, forderte de Taillez die Anwesenden dazu auf, auch weiterhin dafür zu kämpfen, damit auch in Zukunft Kindern das Schwimmen beigebracht werden kann.

Dann übernahm Schwimmtrainer Jörg Krinitz die Neujahrsbader mit auf eine Aufwärmrunde rund um das Freischwimmerbecken, bevor sie sich in der Halle umzogen. Mit lautem Kreischen begaben sich die Ersten in die eiskalte grün-schimmernde Brühe, nach und nach folgten große und kleine Eiswasser-Fans und wateten durch das anfangs noch flache Wasser.

„Das sticht wie tausend Nadeln“, rief eine Schwimmerin mit schmerzverzerrtem Gesicht, doch es half nichts, denn auf der „Einbahnstraße“ gab es kein Zurück. Ziel war die Leiter am hinteren Beckenrand, dort warteten auf der Kante der großen Eisscholle zwei Dutzend kleine Plüsch-Eisbären, die die schnellsten Schwimmer als Siegertrophäe einheimsten. Schließlich versuchte jeder so schnell wie möglich aus dem Becken zu gelangen, freundliche Helfer hielten Handtücher oder Bademäntel bereit und dann ging es schnell ins warme Hallenbad.

Am Ende erhielten alle eine Urkunde, „Du warst dabei!“ war dort zu lesen und viele ließen sich stolz von ihren Verwandten fotografieren. Mit heißem Tee und frischen Kreppeln klang der gelungene Start ins neue Jahr schließlich gemütlich aus.

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