Fotostrecke: John Diva & The Rockets of Love spielten im ausverkauften Mylord

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Schrecksbach hat eine wahnsinnige Rocknacht hinter sich. Im altehrwürdigen Mylord stand niemand Geringeres auf der Bühne als Glamrocker John Diva. Kein Wunder: Die Bude war schnell ausverkauft.

Viele Musikfans denken gern an die 80er Jahre zurück, meist fällt einem die neue Deutsche Welle ein, bei der man praktischerweise alles mitsingen konnte. Doch auch in der Rockmusik war diese Dekade stilprägend, die unvergessene Ära mit Van Halen, Aerosmith, Bon Jovi, Whitesnake, Guns’n’Roses oder Mötley Crüe ging als „Glam-Metal“ in die Musikgeschichte ein.

Im altehrwürdigen Tanz- und Rockschuppen „Mylord“ wurde am Wochenende die Zeit zurückgedreht, nach vierjähriger Pause hatte die Freie Musikinitiative Schrecksbach (FMS) mit John Diva & The Rockets Of Love eine Band auf die Bühne geholt, die mit eigenen Songs und bekannten Hymnen von damals die Schwälmer Kult-Disco rockte.

„Wir sind ausverkauft und das schon Tage vor dem Event“, freuten sich Heiko Schwalm und seine vier FMS-Mitstreiter über die große Resonanz. „Wir wollen quasi vorüben“, sagte er mit Blick auf das 25-jährige Jubiläum im kommenden Jahr. Das Publikum am Samstag hatte sich für den Konzertabend „extra fein gemacht“, die selbsternannte „Bauwagen-Leggins-Crew“ etwa genoss das Heimspiel sichtlich, für ihren Ausflug in die örtliche Tanz-Bar hatten sich die Freundinnen noch einmal die schönsten Lycra-Hosen aus dem Schrank geholt und ließen ihre Teenie-Zeit aufleben.

Doch nicht nur aus der näheren Umgebung waren Hardrock-Freunde nach Schrecksbach gekommen. Alina (20) und Jessi (27) aus dem Sauerland outeten sich als Wiederholungstäter. „Wir haben die Band schon viele Male gesehen“, freuten sie sich auf das Konzert in der Schwalm. Zudem standen die beiden beispielhaft dafür, dass die Musik nicht nur Rockfans mit ergrauten Schläfen anzog, die sich für einen Abend zurück in ihre Jugend versetzen wollten. Noriega Mind aus Kassel starteten mit „Down by the river“ ins Vorprogramm und rissen das Publikum von Anfang an mit.

Um kurz nach zehn erklommen John Diva und seine Band die Bühne, besser gesagt, der König des 80s-Rock zog mit seinem musikalischen Gefolge in den Saal ein. „Lolita“, „Blinded“ und ihr aktueller „Wild wild life“ bildeten die Overture für die anschließende Zeitreise – spätestens bei Whitesnakes „Here I go again“ gab es kein Halten mehr. Sofort gingen alle Hände hoch und der Refrain erklang aus vielen hundert Kehlen. Die 80er-Jahre-Hymnen, wie etwa den Kiss-Klassiker „I was made for lovin you“, sang der charismatische Sänger jedoch nicht einfach nur nach – er erweckte sie wieder zum Leben.

Vor allem an den hohen Stellen demonstrierte er sein wahres Können. „Es sieht hier aus wie in den 70ern, das ist super“, zeigte er sich obendrein vom besonderen Flair des Mylords begeistert. Bis kurz nach Mitternacht gaben sie ihre gelungene Mischung aus eigenen Stücken und Coversongs zum Besten, für viele ging die Party im Anschluss noch lange weiter.

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