Freud und Leid beim Schwälmer Kofferzocken in Treysa

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Die Auktion "Schwälmer Kofferzocker" in Treysa bringt hunderte Besucher zum Bieten.

Treysa. Hunderte Zocker kamen am Samstagabend auf dem Treysaer Marktplatz zusammen. Das Stadtmarketing Schwalmstadt hatte zur beliebten Auktions-Veranstaltung "Schwälmer Kofferzocker" eingeladen. Bereits zum sechsten Mal konnten Risiko-Freudige ihren Wunsch-Koffer ersteigern, ohne dessen Inhalt zu kennen.

Die insgesamt 20 herrenlosen Koffer, Rucksäcke und Reisetaschen hatte der Gewerbe- und Tourismusverein (G.u.T.) vorher am Frankfurter Flughafen gekauft. "Ich habe die Koffer auch nicht von innen gesehen", versicherte Auktionator Udo Lohr. Einzig der Zoll hatte die Koffer vorher geöffnet, um den Neubesitzern unliebsame Überraschungen zu ersparen. Ein heftiger Regenschauer stoppte pünktlich zu Veranstaltungsbeginn.

Das Team des Café Markteck um Stefan Sickenius wischte noch einmal alle Bänke und Tische trocken, ehe Lohr den Ablauf und die Regeln der Auktion erklärte. Dann startete das Ringen um die beliebten Koffer. Immer wieder streckten die registrierten Teilnehmer ihre Bieter-Karten in die Höhe.

Eine Menge Gelächter im Publikum

Die Hoffnung, für wenig Geld einen möglichst hochwertigen Inhalt zu ergattern, trieb auch Pierre Schuhmacher an. Er ersteigerte den ersten Rucksack des Abends.  Ein paar gebrauchte Klamotten und Hygiene-Artikel ließ er sich 35 Euro kosten. Mit unbegeisterte Miene verließ er samt Rucksack die Bühne. In der Folge stiegen die Gebote ständig. Einen Volltreffer landete Franziska Wagner. Zusammen mit ihren Eltern ersteigerte sich die Achtjährige für 90 Euro einen Rucksack voller Spielsachen.

Für eine Menge Gelächter sorgte schließlich Ulrike Knauff-Arendt. Sie steigerte zusammen mit ihren Stammtisch-Kolleginnen munter drauf los, bis sie einen Koffer für 70 Euro ihr Eigen nennen durfte. Voller Vorfreude bestieg Knauff-Arendt die Bühne, um sich das Objekt ihrer Begierde abzuholen. Oben angekommen, traute sie ihren Augen kaum: Der Koffer war leer.

Die Treysaerin nahm es dennoch gelassen. "Das Bieten macht einfach eine Menge Spaß. Und das Geld ist ja für einen guten Zweck bestimmt", sagte sie. Ihr Stammtisch, bestehend aus 13 Mitgliedern, sammle das gesamte Jahr über Geld für das Schwälmer Kofferzocken. Seit dem es das Zocken gebe, nehme der Stammtisch teil. Daran werde auch der leere Koffer nichts ändern.

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