Frühlingserwachen in Neukirchen

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Das Tulpenfest fiel trotz Regenwetter nicht ins Wasser. Buden, Livemusik und Geschäfte lockten Besucher an.

Neukirchen. In dicke Jacken eingehüllt, die Kapuze dicht um den Kopf geschnürt, den Regenschirm fest in der  eiskalten Hand: Ein Frühlingsfest stellt sich keiner windig, nass und kalt vor. Und trotzdem muss in Deutschland zu dieser Jahreszeit mit genau solch einem Wetter gerechnet werden.

Die Deutschen sind es wohl gewohnt und somit trotzten die Besucher des Neukirchener Tulpenfests am Sonntag dem grauen und regnerischen Wetter. So richtig störend fand es anscheinend niemand, denn mit einem Lächeln auf den Lippen spazierten die Besucher durch die Fußgängerzone, probierten Tees und schlenderten durch die geöffneten Läden. Eine warme Bratwurst schmeckt bei Wind und Regen sowieso gleich viel besser und unter den aufgestellten Zelten rückten alle einfach etwas näher zusammen – so wurde es auch gleich etwas wärmer. Kuchen und andere Leckereien schmeckten besonders den Kinder, die sich an ihren Luftballons erfreuten, sie fröhlich durch die Straßen trugen und mit ihnen spielten.

Die Musiker schienen das schlechte Wetter einfach wegzusingen und übertrugen ihre Freude auf die vorbeilaufenden Menschen. Auch die Stände wurden den Witterungsbedingungen angepasst. Mit ein paar Planen mehr im Gepäck, wurden die Süßigkeiten und Marmeladengläser einfach eingepackt und abgedeckt. Vom einen Fuß auf den anderen wippten die Verkäufer hinter ihren Ständen, um der Kälte etwas entgegenzuwirken. Und trotzdem freuten sie sich über jeden Interessenten, der ihre Produkte näher untersuchte.

Bei wärmender Sonne, einem lauen Frühlingswind und in eine leichte Jacke gehüllt kann jeder in den Frühling starten. Mit Regenschirm, Winterjacke und Kapuze schaffen es nur die ganz Hartgesottenen, die sich durch die schlechte Laune des Wettergottes nicht einfach das Tulpenfest vermiesen lassen.

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