„Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt“ feierte Richtfest

Großes Interesse: Neben den künftigen Bewohnern ließen sich auch einige Gäste nicht nehmen, sich auf der Baustelle des neuen Wohnprojekts umzuschauen.
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Großes Interesse: Neben den künftigen Bewohnern ließen sich auch einige Gäste nicht nehmen, sich auf der Baustelle des neuen Wohnprojekts umzuschauen.

Der Rohbau des Wohnprojekts „Gemeinsam im Alter“ steht. Vergangene Woche Dienstag hat sich neben den zukünftigen Bewohnern eine kleine Festgemeinde auf ihrem Grundstück „Am alten Feld“ versammelt.

Schwalmstadt. Die Realisierung ihrer Vorstellung vom gemeinschaftlichen Wohnen hat den Mitgliedern des Vereins „Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt“ von Beginn an viel Geduld abverlangt. Das betonten Susanne Nau und Reinhart Darmstadt, Vorsitzende der Genossenschaft bzw. des Vereins, in ihrer Begrüßung zum Richtfest der besonderen Art. Besonders deshalb, weil ein besonderes Haus erstellt wird und der Dachstuhl nicht auf den Gebäuden sondern fertig montiert noch unten neben den Festteilnehmern stand.

Ausgerechnet im „Coronajahr“ waren alle Planungen für die Gebäude des „Ellerhauses“, wie die künftigen Bewohner ihr zukünftiges Zuhause liebevoll nennen, abgeschlossen und viele Hürden überwunden, sodass der Bau Ende März 2021 beginnen konnte. Nau berichtete, dass beispielsweise aufgrund von Kostensteigerungen auf manches schöne Detail am Bau verzichtet werden musste. Vergangene Woche Dienstag hat sich neben den zukünftigen Bewohnern eine kleine Festgemeinde auf ihrem Grundstück „Am alten Feld“ versammelt.

Unter den Gästen war auch Johannes Biskamp. Der Architekt ist seit vielen Jahren Mitglied im Verein und im Vorstand der Genossenschaft und hat das Konzept und die Bauplanung seitdem begleitet. „Unzählige Sitzungen und Diskussionen mit so vielen Bauherren und -damen mit vielen Sonderwünschen haben einen guten Abschluss gefunden“, so Darmstadt.

Jürgen Kaufmann, der Schirmherr des Projektes, der Erste Kreisbeigeordnete des Schwalm-Eder-Kreises, und Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard überbrachten Grüße und Glückwünsche der politischen Gemeinde. Sie betonten die Bedeutung solch einer Wohnanlage für die Kommune im ländlichen Raum. Pinhard griff das Thema der Kostensteigerung auf und brachte ein Geschenk mit, „ das nicht in seine Jackentasche passt.“ Er hatte gehört, dass der Bau der Terrasse am Gemeinschaftshaus in Eigenleistung erfolgen soll. Er machte die Zusage, dass die Pflastersteine dafür aus dem Bestand der Stadt genommen werden können.

Maik Dietrich-Gibhard und Dr. Michael Gerhard, Vorständer der Hephata Diakonie erinnerten in ihren Grußworten an die Bedeutung des Konzeptes für ältere Menschen, von dem sie von Anfang an überzeugt waren. Mit dem Verkauf des Grundstückes an die Genossenschaft haben sie gerne ihren Beitrag zum Gelingen des Vorhabens geleistet. Sie brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass sich nun die lange Planungs- und Wartezeit für die Gemeinschaft ausgezahlt hat.

Anerkennung für das Projekt gab es auch vom Vorstandsvorsitzenden Helmut Euler von der VR Bank Hessenland: „Die Vertreter des Vereins und der Genossenschaft haben das richtungsweisende Konzept glaubwürdig gegenüber unserer Bank dargestellt.“

Über das Crowdfundig hat Anneliese Kuhn-Prinz eine Spendenaktion für Ruhebänke für den Gemeinschaftsplatz organisiert. Euler berichtete schmunzelnd, dass normalerweise die jüngere Generation dieses Portal nutzt und zeigte sich erfreut, dass die Gemeinschaft ihr Vorhaben so agil verfolgt. Mit der Übergabe eines Geschenkgutscheins für einen Apfelbaum verband er die guten Wünsche, dass nicht nur der Baum viele Früchte tragen möge, sondern auch das Wirken der Gemeinschaft in das Wohnquartier und darüber hinaus.

Nach dem traditionellen Richtspruch durch den Richtmeister nutzten die zukünftigen Mieterinnen und Mieter die Gelegenheit, ihre Wohnung das erste Mal zu betreten.

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