Gilserberg: Familie Hrovat züchtet seltene Hunderasse x-Mechelaar

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Die großen, arbeitsfreudigen x-Mechelaar sind beliebte Diensthunde. Familie Hrovat aus Heimbach sind die einzigen Züchter im Schwalm-Eder-Kreis.

Gilserberg-Heimbach. Mit ihren dunklen Knopfaugen und ihrem schwarzen Fell sind die kleinen x-Mechelaar-Welpen von Sabine und Harald Hrovat aus Heimbach leicht mit Labradoren zu verwechseln. Doch bald werden aus ihnen große, arbeitswillige Hunde, die bevorzugt als Gebrauchshunde für den Schutz- und Polizeidienst eingesetzt werden.

„Wir sind die einzigen, die diese Rasse im Schwalm-Eder-Kreis züchten. Es sind ganz besondere Hunde“, erklärt Sabine Hrovat. Denn das „x“ im Namen zeigt an, dass es sich um eine Mischlingsrasse handelt, in die neben dem Malinois – eine Varietät des belgischen Schäferhundes – eine andere Rasse eingekreuzt wurde, wobei es sich meist um den holländischen Schäferhund handelt. „Wir züchten Hunde mit schwarzem Fell, das selten ist. Ansonsten ist das Aussehen Nebensache. Uns ist wichtig, dass die Zuchthunde völlig gesund sind und die Nachkommen keine Beschwerden haben“, erklärt Harald Hrovat seine Philosophie.

Ihre erste x-Mechelaar-Hündin „Diva“ haben die beiden 2009 bekommen. Mit ihr entwickelte sich die Liebe zu der seltenen Rasse. An Zucht hat das Ehepaar zu dieser Zeit allerdings noch nicht gedacht. „Der x-Mechelaar-Rüde eines Bekannten hat von der Abstammung her gut zu unserer jetzigen Zucht-Hündin Luzie gepasst. Da haben wir es einfach mal probiert“, erinnert sich die 53-Jährige.

Nachdem sich die Welpen gut entwickelt hatten, stand fest, dass sie sich professionell für neue Nachkommen ihrer Lieblingsrasse einsetzen wollen. „Uns ist allerdings wichtig, dass wir unsere Hündinnen nicht überfordern. Deshalb haben wir auch nach vier Zuchtjahren erst unseren dritten Wurf“, erklärt der 60-Jährige. Sechs Wochen alt sind die Welpen des jüngsten Wurfs. In ihrem zwölf Quadratmeter großen Welpenhaus haben sie genug Platz, um zu spielen. „Es ist traurig, sie wegzugeben, aber wenn sieben Rabauken hier herumtollen, ist man auch irgendwie froh, wieder Ruhe zu haben“, sagt Sabine Hrovat.

Nicht jeder Interessent bekommt einen Welpen

Doch nicht jeder Interessent bekommt auch einen Welpen der seltenen Hunderasse. „Das Bauchgefühl muss auf jeden Fall stimmen. Außerdem werden unsere Welpen nicht als reine Familienhunde vermittelt. Hauptsächlich werden sie als Gebrauchshunde für den Schutz- und Polizeidienst ausgebildet oder als Sporthunde abgegeben“, erklärt Sabine Hrovat.

Das Wohlbefinden ihrer Hunde steht für sie auch nach der Vermittlung an oberster Stelle. „Wenn wir mitbekommen, dass es einem unserer Hunde schlecht geht, dann kaufen wir ihn zurück. So steht es im Vertrag, den die neuen Besitzer vor dem Kauf unterzeichnen müssen“, sagt der Hundeliebhaber. Mittlerweile haben sich die Züchter einen guten Ruf aufgebaut. Ihre Hunde verkaufen sie sogar bis nach Vietnam.

Sie selbst besitzen drei erwachsene x-Mechelaar und einen reinrassigen Malinois. „Sie sind bei uns vollständiges Familienmitglied. Alle leben mit uns im Haus und nicht in Zwingern. Außerdem erhält jeder täglich sein individuelles Training“, sagt Sabine Hrovat, die derzeit mit ihrer Hündin Amy für die Gebrauchshundeprüfung übt. Genauso liebevoll kümmert sich das Ehepaar um den Nachwuchs. Über die Kameras im Welpenhaus haben Hrovats rund um die Uhr die kleinen Hunde im Blick. Im großen Garten dürfen sie außerdem herumtollen. Bereits im Alter von wenigen Wochen laufen sie über Planen und Gitter, um möglichst viel kennenzulernen.

„Die Hunde sind unsere Leidenschaft. Wir stecken viel Herzblut in die Aufzucht und wollen einfach nur, dass sie sich gut entwickeln. Wenn ich dann in Videos und auf Fotos sehe, dass einige die Gebrauchshundeprüfung erfolgreich abgelegt haben, bin ich überglücklich. Dann weiß ich, wir haben alles richtig gemacht.“

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