Gnadenkonfirmation in Homberg: Nach 70 Jahren ist die Freude groß

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Diese 20 Frauen und Männer konnten ihre Konfirmation nach 70 Jahren erneut feiern: Erste Reihe (hi. v. li.): Pfarrerin Anke Zimmermann, Dieter Ulrich, Walter und Werner Wiederhold, Lothar Helwig und Bodo Fäcke. Zweite Reihe (mi. v. li.): Heinrich Grede, Karl-Heinz Koch, Albert Müller, Ursel Weber, Renate Neckar, Maria Smolka und Anneliese Asbrand. Dritte Reihe (vo. v. li.): Herbert Steinbach, Jochen Möller, Elisabeth Skowronek sowie vorne sitzend Elli Kuttelwascher und Renate Recknagel.

1949 wurden 110 Konfirmanden eingesegnet. 20 von ihnen haben nun ihre Gnadenkonfirmation in Homberg gefeiert.

Homberg. In der Stadtkirche St. Marien, der Reformationskirche Hessens, wurden am 24. April 1949 110 Konfirmanden eingesegnet. Nach 70 Jahren trafen sich nun 20 Frauen und Männer von ihnen in Homberg wieder, um ihre Gnadenkonfirmation zu feiern. Leider konnten wegen der Sommerhitze, aber auch aus gesundheitlichen Gründen, nicht alle der noch lebenden Mitkonfirmanden an der Feier teilnehmen.

Die Anwesenden trafen sich mit Angehörigen zur gemeinsamen Kaffeetafel im Eiscafé „In den Schirnen“. Danach besuchten die Jubilare das Hohenburgmuseum in der ehemaligen Engelapotheke. Der Vorsitzende der Burgberggemeinde, Alfred Uloth, führte die Jubilare durch das in diesem Jahr eröffnete Museum. Einen besonderen Teil der Führung widmete er dem vor rund 20 Jahren freigelegten 150 Meter tiefen Burgbrunnen. Beim gemütlichen Beisammensein im Panorama-Café tauschten die Teilnehmer am Abend Erinnerungen an die Schul- und Konfirmandenzeit aus. 

1949 hatten Dekan Adolf Hofmann und Pfarrer Rudolf Weißhaar die 62 Jungen und 48 Mädchen gesegnet. Im Festgottesdienst zur Gnadenkonfirmation erinnerte Pfarrerin Anke Zimmermann nun daran, dass die Konfirmation noch vor der Gründung der Bundesrepublik stattgefunden hatte, aber auch an das Leben der Jubilare im Zweiten Weltkrieg, in der Besatzungszeit sowie an die zweijährige Konfirmandenzeit und das umfangreiche Lernen für den Konfirmandenunterricht. Zur Erinnerung an die bereits Verstorbenen wurde im Gottesdienst eine Kerze angezündet. Der feierliche Gottesdienst mit Abendmahl wurde vom Homberger Posaunenchor unter Leitung von Thomas Schmidt sowie an der Orgel von Bezirkskantorin Birgit Käfer umrahmt.

Die Jubilare sind: Anneliese Asbrand geb. Haas, Bodo Fäcke, Friedrich Fröhlich, Heinrich Grede, Lothar Helwig, Karl-Heinz Koch, Elli Kuttelwascher geb. Wagner, Jochen Möller, Albert Müller, Renate Neckar geb. Paulus, Renate Recknagel geb. Gernhardt, Elisabeth Skowronek geb. Eikemeier, Maria Smolka geb. Steinmetz, Herbert Steinbach, Dieter Ulrich, Ursula Weber geb. Semmler, Walter Wiederhold und Werner Wiederhold.

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