Grundstein für neue Atemschutzübungsanlage des Kreises gelegt – Fertigstellung für April 2021 geplant

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Bestückten die Zeitkapsel in Form einer Atemluftflasche: (v. li.) Landrat Winfried Becker, Torsten Hertel (ehemaliger Kreisbrandinspektor), Jens Becker (Fachbereich Grundstücks- und Gebäudewirtschaft Schwalm-Eder-Kreis), Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard, Michael Kreutzmann (Kreistagsvorsitzender) und Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar.

Am Freitag fand die offizielle Grundsteinlegung der neuen Atemschutzübungsanlage des Schwalm-Eder-Kreises statt. Die neue Anlage entsteht auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Ziegenhain.

Schwalmstadt-Ziegenhain. Die Sprossen auf der „endlosen Leiter“ sind so oft erklommen worden, dass es für 24 Aufstiege auf den Mount Everest gereicht hätte. Dazu wurden gut 873 Kilometer fast ausschließlich kriechend zurückgelegt. Und das alles in einem Keller unterhalb der Ziegenhainer Feuerwache. Hier auf der Atemschutzübungsanlage haben seit 1988 mehr als 3.500 Feuerwehrfrauen und -männer circa 9.360 Liter Schweiß vergossen. Allesamt freiwillig, um im Notfall Leben retten zu können.

Langsam aber sicher hat die alte Anlage ausgedient und wird durch einen kompletten Neubau ersetzt – diesmal überirdisch. Bereits im Februar 2018 haben die Planungen begonnen, im Februar dieses Jahres standen die ersten Erdarbeiten an und am Freitag vergangener Woche erfolgte die offizielle Grundsteinlegung der neuen Atemschutzübungsanlage auf dem Areal der Feuerwache in Ziegenhain. Zum offiziellen Akt hatte der Schwalm-Eder-Kreis in kleiner Runde geladen. Vor Ort waren unter anderem Landrat Winfried Becker, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, der ehemalige Kreisbrandinspektor Torsten Hertel, Kreistagsvorsitzender Michael Kreutzmann und Schwalmstadts Bürgermeister Stephan Pinhard.

„Ich hoffe, die Einweihung können wir dann in größerer Runde feiern“, sagte Becker in seiner Begrüßungsrede. Der Landrat unterstrich noch einmal die Notwendigkeit des Neubaus. Immerhin würden jedes Jahr bis zu 1.600 Einsatzkräfte aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Atemschutzstrecke nutzen. Zusätzlich kämen bis zu 500 Feuerwehrangehörige aus dem Vogelsbergkreis hinzu. „Die alte Anlage wurde in den Keller eingebaut und bietet heute sicher keine adäquaten Übungsbedingungen mehr“, so Becker. Gerade im Hinblick auf die Erweiterung der A49 und den Tunnel bei Frankenhain, sei es sinnvoll bessere Gegebenheiten zu schaffen.

Die Fertigstellung der neuen Atemschutzübungsanlage in Schwalmstadt-Ziegenhain ist für April 2021 geplant.

Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar bedankte sich noch einmal explizit bei ihrem Vorgänger Torsten Hertel für dessen Vorarbeit. „Das ist ein Abstaubertor, das ich hier erzielen darf“, erklärte Dittmar und machte deutlich, dass die alte Anlage ihren Dienst getan hat. „Die Strecke ist im wahrsten Sinne des Wortes abgearbeitet.“

Besonders ausgefallen und gleichsam thematisch passend war die Zeitkapsel in Form einer Atemluftflasche, die in den Grundstein eingemauert wird. Neben den Bauplänen enthält sie auch eine Ausgabe des SCHWÄLMER BOTE.

Die Gesamtkosten für die neue Anlage bezifferte der Landrat auf gut 2,6 Millionen Euro, wobei das Land Hessen 350.000 Euro beisteuert. Die Fertigstellung ist für April 2021 geplant.

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