Günther Fenner erhält den Ehrenbrief des Landes Hessen

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Für sein soziales und gesellschaftliches Engagement wird der 67-jährige Allendorfer mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Allendorf. Der Ehrenbrief des Landes Hessen wird an Menschen vergeben, die mit besonderem Engagement der Gesellschaft etwas Gutes tun. Günther Fenner aus Allendorf ist so ein Mensch.

Am 19. Mai überreichte ihm Landrat Winfried Becker in Homberg die Auszeichnung. Dem Allendorfer war das am Anfang gar nicht recht. "Ich habe viel zu wenig geleistet, um den Ehrenbrief zu bekommen", sagte sich der 67-Jährige vorher. Erst, als bei der Verleihung seine Dienste aufgelistet wurden, war ihm bewusst, dass er tatsächlich viel für die Stadt Schwalmstadt getan hat.

Er hilft, wo er nur kann

Bereits seit 30 Jahren kümmert er sich um den Friedhof in Allendorf. Dort hebt er die Gräber aus, schneidet die Hecken oder plant und legt Fußwege an.

Wenn er nicht den Friedhof instand hält, ist er oft an Baustellen anzutreffen. Seit 15 Jahren ist er in der Betriebskommission der Stadtwerke Schwalmstadt. Überall, wo Abwasserkanäle und Wasserleitungen verlegt werden, vermittelt er zwischen Anwohnern und Behörden. "Ich leiste Aufklärungsarbeit und nehme Wünsche und Anregungen der Bürger entgegen", erklärt Fenner. Vor allem seine ruhige Art helfe nicht nur in diesen Situationen, sondern auch bei der Arbeit mit den Behören.

Mit den Behören verhandeln

Seit 2010 ist  er Flurbereinigungsbeauftragter von Schwalmstadt Nord. Er wird informiert, wenn beispielsweise ein Graben geöffnet werden soll. Dann muss Fenner mit den Behören und der Stadt in Verbindung treten, beratschlagen und Lösungen finden. Alles kostet Zeit, aber die nimmt sich der Rentner gerne. "Ich will immer etwas zu tun haben", erzählt der ehemalige Landwirt. Er freue sich, wenn er dabei noch jemandem helfen kann. Auch wenn das bedeutet, dass er bis Mitternacht anderen Landwirten bei der Arbeit auf den Feldern hilft.

Durch seine Orts- und Personenkenntnisse wurde er außerdem bei Landtauschverfahren als beratende Person hinzugezogen. Er kenne die Verhältnisse vor Ort und wisse, wie er mit schwierigeren Bürgern umzugehen habe.Sein Amt als Ortslandwirt in Allendorf musste er nach 18 Jahren aufgeben. "Dazu muss man mindestens zwei Hektar Land besitzen. Die habe ich nicht mehr", erzählt er.  Allen anderen Aufgaben wolle er aber so lange es ihm körperlich möglich ist nachgehen. "Ich möchte 100 Jahre werden", sagt der 67-Jährige entschlossen. "So lange ich kann und mich die Leute ertragen, mache ich weiter", sagt er lächelnd.

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