Henning Krauß aus Asterode wird für Engagement im Tierschutz geehrt

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Kleine Kuscheleinheit zwischendurch: Henning Krauß nimmt sich gerne Zeit, um mit Katzen und anderen Tieren zu schmusen.

Der 17-jährige Asteröder arbeitet seit einigen Jahren ehrenamtlich im Tierschutzverein Neukirchen und im Tierpark Kirchheim mit.

Neukirchen. Während andere in seinem Alter am Wochenende Partys feiern und lange ausschlafen, kümmert sich der 17-jährige Henning Krauß lieber um Tiere auf den Pflegestellen des Tierschutzvereins Neukirchen und um die des Tierparks Kirchheim. Für sein Engagement wurde er von der Vergissmeinnicht Stiftung Hanau geehrt.

Seit er denken kann, spielen Tiere eine große Rolle für den Asteröder. Mit elf Jahren adoptierte er vom Tierschutzverein Neukirchen zwei Kaninchen. „Kurz darauf fragte mich die erste Vorsitzende Daniela Stolz, ob ich ihr und anderen Ehrenamtlichen beim Kuchen- und Waffelverkauf helfen möchte“, erinnert sich Krauß. Durch seine zuverlässige Art und seinen liebevollen Umgang mit Tieren wurde er bald eine wichtige Stütze für Stolz und die anderen Ehrenamtlichen. Sie können sich Tag und Nacht auf ihn verlassen.

So mistet er beispielsweise im Urlaubs- und Krankheitsfall die Kaninchenställe aus, füttert sie und kümmert sich auch um die vielen Katzen. Während der vergangenen sechs Jahre hat er außerdem Tiere aus schlechten Verhältnissen gerettet, Aufklärung zur richtigen Haltung betrieben und Tierarztfahrten übernommen. „Dabei unterstützt mich meine Mutter“, sagt Krauß.

Ein gutes Team: Daniela Stolz und Henning Krauß.

Der Umgang mit Tieren bereite ihm Freude. Vor allem dann, wenn er sie im kranken Zustand kennenlernt und sie nach wochenlanger Pflege wieder gesund und munter seien. Doch es gibt auch traurige Momente. „Ein Kaninchen wurde in einem katastrophalen Zustand ausgesetzt. Seine Ballen waren offen und es war an einer Blasenentzündung erkrankt. Wir haben alles versucht, aber es hat sich einfach nicht erholt. Letztendlich mussten wir es beim Tierarzt erlösen“, erinnert sich Krauß.

Trotzdem zähle für ihn der Versuch, alles getan zu haben. Solche traurigen Fälle motivieren ihn erst recht, weiterzumachen. „Jemand wie Henning ist viel wert und die Zukunft des Tierschutzes“, fasst Stolz zusammen. Im Tierpark Kirchheim, in dem sie arbeitet, ist Krauß seit etwa dreieinhalb Jahren ehrenamtlich tätig. „Er füttert die Tiere und kann mich vertreten. Das ist viel wert und zeigt vor allem, dass er verantwortungsbewusst ist und sich mittlerweile genauso gut mit Wildtieren auskennt, wie mit Kleintieren“, so Stolz.

Krauß hofft, dass er bald sein Fachwissen und seine Tierliebe auch beruflich nutzen kann. „Sobald ich meinen Realschulabschluss gemacht habe, möchte ich danach meine Ausbildung zum Tierpfleger beginnen. Ich hoffe, dass ich bald Rückmeldung zu meinen Bewerbungen bekomme.“

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