Hobby-Fotograf auf Asterode sucht Verlag für seine Fotokalender

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Nico Lahr fotografiert leidenschaftlich gern und möchte seine Motive gerne mit anderen teilen. Deshalb möchte er seine schönsten Motive als Kalender veröffentlichen.

Neukirchen-Asterode.Alles begann vor fünf Jahren mit einer Reise nach Island. Gespannt auf die atemberaubende Landschaft, die Wasserfälle und Vulkane kaufte sich Nico Lahr eine Kamera, mit der er spektakuläre Eindrücke bildlich festhalten wollte – seine Leidenschaft für Fotografie war geboren.

Seitdem hat der 31-Jährige viel dazugelernt. „Es ist interessant zu sehen, wie viele Fehler man am Anfang macht. Schaue ich mir Bilder an, die ich vor einem Jahr geknipst habe, gefallen sie mir jetzt überhaupt nicht mehr“, verrät der Asteröder. Befreundete Fotografen haben ihm die ersten Kniffe nähergebracht, den Rest habe er sich selbst angeeignet.

„Der Märchenonkel“ ist geboren

Als Lahr seine Fotos bei Facebook veröffentlicht, sind sich seine Follower einig: Lahrs Bilder sehen märchenhaft und mystisch aus. „Ich habe mich vorher nie mit Sagen und Mythen auseinandergesetzt. Doch jetzt sind sie Mittelpunkt meiner Fotografie und geben ihr einen Sinn“, verrät der Heilpädagoge.

Die Kapelle Schönberg bei Nacht angestrahlt mit einer Taschenlampe. Am Himmel erkennt man die Milchstraße: Vor der Christianisierung befand sich auf diesem Basalthügel der Sage nach eine heidnische Kultstätte.

„Der Märchenonkel“ nennt er sich auf Facebook und bleibt seinem Namen treu. Seine Motive haben meistens etwas mit Mythen und Sagen zu tun. „Meine Fotos müssen eine Geschichte haben. Ich möchte zu ihnen etwas Interessantes erzählen können und nicht nur willkürlich Objekte ablichten“, sagt Lahr. Hobbyfotografen gebe es viele, er aber wolle sich von der Masse abheben.

Sagenhafte Orte in ganz Deutschland

Seit diesem Jahr ist Lahr mit seinem Freund Tobias Euler (Instagram: t_e_85) regelmäßig in ganz Deutschland unterwegs. Auch Euler kommt aus Asterode und fotografiert leidenschaftlich gern. „Am Anfang haben wir Orte in der Region angefahren. Dann wurde der Umkreis immer weiter“, so Lahr.

Recherche, Planung und Fahrt nehmen den größten Teil der Arbeit an einem einzigen Foto ein. Manchmal fahren sie 1.000 Kilometer am Tag. Doch das nehmen die beiden gern in Kauf. „Wir kommen an Orte, die abseits der Touristenpfade sind. Oftmals sind die total abgelegen, und wir wären unter normalen Umständen niemals dorthin gekommen“, sagt Lahr.

Inspiration durch andere Künstler

Inspiration für neue Motive erhält er durch Bildbände und Instagram. „Viele sind überrascht, dass es solche Orte in Deutschland gibt.“ Seine Lieblingsmotive hat Lahr mittlerweile zu einem Kalender zusammengestellt. Zu jedem Monatsbild hat er eine passende Sage herausgesucht. Auch die Kapelle Schönberg ziert ein Monatsblatt. Was Lahr jetzt noch fehlt, ist ein Verlag, der den Kalender druckt (siehe EXTRA-INFO).

„Ich habe schon viele angeschrieben, von den meisten bekomme ich nicht mal eine Rückmeldung. Andere wiederum schreiben, dass ich ihn bereits vor einigen Monaten hätte einreichen müssen. Ich hoffe trotzdem, dass ich noch einen Verlag finde, der mich beim Druck unterstützt“, so Lahr. Sollte sich nichts ergeben, will der 31-Jährige das Projekt allein in die Hand nehmen. „Ich habe mir große Mühe gegeben und sehr viel Zeit investiert. Der Kalender wird auf jeden Fall erscheinen“, verspricht Lahr. Außerdem plant er einen Kalender ausschließlich mit Motiven aus Nordhessen.

+++ EXTRA-INFO +++

Wer Nico Lahr dabei unterstützen möchte, seinen Kalender zu drucken und zu veröffentlichen, kann sich mit ihm über seine Facebookseite www.facebook.com/nlphotograp/ oder über seinen Instagram-Account nico_lahr in Verbindung setzen.

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