Hoffen auf die Förderung

Dieses Foto entstand vor zwei Jahren. Die Bildunterschrift damals: „Sie hoffen darauf, einen Mountainbike-Park auf dem alten Sportgelände in Neukirchen errichten zu können: (v.li.) Thorsten Brill, Katrin Damm, Konrad Klein, Tom Pfeiffer, Louis Ritter und Adrian Damm.
+
Dieses Foto entstand vor zwei Jahren. Die Bildunterschrift damals: „Sie hoffen darauf, einen Mountainbike-Park auf dem alten Sportgelände in Neukirchen errichten zu können: (v.li.) Thorsten Brill, Katrin Damm, Konrad Klein, Tom Pfeiffer, Louis Ritter und Adrian Damm.“

Neukirchen plant auf alter Knüllkampfbahn Bikepark – Kostenpunkt: 280.000 Euro / Förderung durch EU-Gelder?

Neukirchen. Wenn es nach dem Willen der Neukirchener Stadtoberen geht, gibt es schon am Ende des Jahres auf der alten Knüllkampfbahn einen Bikepark. Das haben die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung Ende Mai entschieden.

Die Idee, auf dem traditionsreichen Fußballplatz, auf dem der SC Neukirchen einst in der Regionalliga auf Punktejagd ging, einen Bikepark zu bauen, ist nicht neu. Schon vor zwei Jahren, im Juli 2019 berichtete der Schwälmer Bote erstmals über dieses Ansinnen. „Da könnte ein Bikepark entstehen“, diktierte uns seinerzeit Thorsten Brill, Geschäftsführer des Wirtschafts- und Tourismusvereins „Pro Neukirchen“, in die Feder. Und seine Mitstreiterin Katrin Damm ergänzt: „Mit dem Bikepark würden wir dafür sorgen, dass die Jugendlichen eine gemeinsame Aufgabe haben. Die Suche nach Herausforderungen und deren Bestehen ist ein elementarer Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Ein Bikepark wäre ein ideales Mittel.“

Jetzt nimmt die Idee konkrete Formen an. Mountainbike-Profi Robin Specht hatte mit seinem Unternehmen RadQuartier Modelle erarbeitet, wie ein Bikepark auf der Knüllkampfbahn einmal aussehen könnte. Specht hatte seine Ideen in einer Videopräsentation vorgestellt und dann auch den Zuschlag für eine Konzeptplanung erhalten. Herzstück der Anlage soll ein Pumptrack sein, eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, auf der der Biker nur beim Start kurz im Sattel sitzt und anschließend durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe am Rad Geschwindigkeit aufbaut. „Genutzt werden kann die Anlage aber nicht nur von Mountainbikern und BMX-Fahrern“, erklärt Thorsten Brill, „sondern auch von Skateboardfahrern, Inline-Skatern und Scooter Fahrern.“

In Sontra gibt es seit Kurzem eine ähnliche Anlage, die sich eine Delegation aus Neukirchen – darunter auch Lokalpolitiker – bereits angeschaut hat. Im Stadtparlament hat das Projekt schon breite Zustimmung erhalten, neben Bürgermeister Marian Knauff stehen auch alle Parteien der Bikepark-Idee positiv gegenüber. Martin Theune, Vorsitzender der CDU-Fraktion spricht von einer „großen Chance für Neukirchen“.

Einzig das Geld fehlt jetzt noch, und da geht es um eine ordentliche Summe. Ca. 280.000 Euro soll der Bikepark kosten, so wie er jetzt geplant ist. Gut 105.000 Euro davon will die Stadt Neukirchen selbst aufbringen. Für den Rest, 175.000 Euro, hat die Stadt einen Antrag auf LEADER-Förderung gestellt. Dabei hat der Antrag auch schon zwei Hürden genommen: Die Bewilligungsstelle des Landkreises hat den Antrag als förderfähig eingestuft. Und der Förderausschuss der LEADER-Region Knüll hält den Antrag für förderwürdig und priorisiert ihn. „Jetzt müssen wir nur noch schauen, ob der Etat in dieser Förderperiode noch 175.000 Euro hergibt“, sagt Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz, der Vorsitzender des Förderausschusses der LEADER-Region ist, „aber wir werden alles tun, um das Geld zusammenzubekommen.“

„Das sind doch schon mal tolle Nachrichten“, kommentiert Neukirchens Bürgermeister Marian Knauff die Förderfähig- und Förderwürdigkeit des Antrags, „wenn jetzt auch noch das Geld da wäre, könnten wir direkt mit dem Bau anfangen. Dann wäre der Bikepark vermutlich schon bis zum Ende des Jahres fertig.“

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Aktion „Schwalm statt Safari“ angelaufen: Angebot läuft noch bis Ende der Herbstferien
Schwälmer Bote

Aktion „Schwalm statt Safari“ angelaufen: Angebot läuft noch bis Ende der Herbstferien

In den Schwalmwiesen sind seit wenigen Tagen jede Menge wilde Tiere zu entdecken. "Schwalm statt Safari" heißt die Aktion der Stadt Schwalmstadt, die noch bis zum Ende …
Aktion „Schwalm statt Safari“ angelaufen: Angebot läuft noch bis Ende der Herbstferien
XXL-Fischzucht im alten Möbelhaus Dietz: In Wasenberg schwimmen bald Malawi-Buntbarsche
Schwälmer Bote

XXL-Fischzucht im alten Möbelhaus Dietz: In Wasenberg schwimmen bald Malawi-Buntbarsche

Die Malawi-Buntbarsche von Nikolaj Gaus sind gefragt. Großkunden und Privatpersonen aus der ganzen Welt bestellen die Fische. Weil die Nachfrage groß ist, expandiert …
XXL-Fischzucht im alten Möbelhaus Dietz: In Wasenberg schwimmen bald Malawi-Buntbarsche
„Heimatstimmen“ kommen wieder
Schwälmer Bote

„Heimatstimmen“ kommen wieder

Pünktlich zu Ostern erscheint die 2. Auflage des Buches „Heimatstimmen“. Das Buch ist Ab Anfang April in den Buchhandlungen im Schwalm-Eder-Kreis sowie bei der Schwalm …
„Heimatstimmen“ kommen wieder
Dank Blutspende: Katze Kayli rettet einem Kater das Leben
Schwälmer Bote

Dank Blutspende: Katze Kayli rettet einem Kater das Leben

Katze Kayli von Lisa Söhngen aus Weißenborn spendet einem Kater Blut und rettet ihm dadurch das Leben.
Dank Blutspende: Katze Kayli rettet einem Kater das Leben

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.